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"Beim Rennen versucht natürlich jeder, vorne weg zu fahren. Da kannst du den kürzesten Weg zu den Wendebojen nehmen. Normalerweise ist ja der kürzeste Weg auch der schnellste", erklärt Lars Wichert. "Da wollen aber alle lang. Das wird vor allem an den Wenden eng. Vielleicht also doch eine andere Linie wählen, auf der man womöglich durch günstige Wellen schneller ist. Aber das kannst du nur spontan im Rennen entscheiden", erklärt der Vizeweltmeister 2018 den besonderen Reiz der Coastal Rowing-WM.

"Und jetzt musst du dir noch vorstellen, die erste Boje ist über einen Kilometer weit weg. Die siehst du erstmal gar nicht - schon gar nicht bei entsprechenden Wellen. Du sitzt beim Rudern nun mal mit dem Rücken zur Fahrtrichtung. Und jedesmal, wenn du dich umdrehst, um zu schauen, ob du noch auf Kurs bist, kostet das Zeit."

Jedes Rennen ist anders. Du musst permanent wach sein, um auf Strömung, Wellen und Gegner zu reagieren. Lars Wichert 

Coastal Rowing - Die Wett­kämpfe

Je nach Location verlaufen die Wettrennen um unterschiedlich viele Wendebojen, an denen es immer besonders eng wird.

Coastal Rowing WM 2019 in Hongkong

Die WM steigt vom 1. bis 3. November im Victoria-Hafen Hongkong:

  • Distanz im Vorlauf: 4 Kilometer mit 5 Wendebojen
  • Distanz im Finale: 6 Kilometern mit 10 Wendebojen

Wichert: "In Hongkong sind im Finale 16 Boote am Start und müssen insgesamt zehn Bojen umfahren. Das kann richtig eng werden." Der Vizeweltmeister 2018 im Coastal Rowing spricht aus eigener Erfahrung: "2018 bin ich bei der WM in Kanada im Finale mit einem Schweden zusammengestoßen. Da habe ich Zeit liegen gelassen"... , die womöglich den WM-Titel gekostet hat.

In Hongkong soll es klappen. Wir drücken Lars Wichert für die WM 2019 die Daumen!

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Finaler Einlauf: Nichts wie raus aus dem Boot und schnell durchs Ziel rennen. (Foto: fast-sports)