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"Ein unglaubliches Geschenk, für das ich wahnsinnig dankbar bin!", erklärt Stefanie Grothmann, die inzwischen schon wieder als Vertriebstrainerin tätig ist. Auch regelmäßige Joggingrunden und Sport im Fitnessclub sind wieder fest in ihren Alltag integriert. Ihren zweiten Geburtstag durfte sie gerade im August feiern: "Am Tag der großen OP bin ich vor allem dankbar und voller Überlebensfreude. Der Tag davor gilt gedanklich den Angehörigen und der Familie des Spenders. Denn dieser Tag muss ja der Todestag gewesen sein."

Ein unglaubliches Geschenk, für das ich wahnsinnig dankbar bin! Stefanie Grothmann

So groß das Glück einer passenden Organspende für Stefanie Grothmann gewesen ist, so emotional und aufwühlend ist es auch. "Ja, mir geht es wirklich gut", bestätigt die junge Frau. "Aber ich musste mein Leben, das Laufen, tägliche Selbstverständlichkeiten erst einmal wieder neu lernen. Eine bittere Erfahrung, die lange anderthalb Jahre gedauert hat." Auch heute noch gleiche ihr Alltag oft einer "seelischen und körperlichen Achterbahnfahrt".

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10.000 Menschen warten aktuell auf eine Transplantation. Laut Statistik standen im letzten Jahr 3.114 Spenderorgane zur Verfügung, benötigt wurden allerdings 9.697.

Ihre Dankbarkeit lebt Stefanie Grothmann, indem sie sich heute im Verein Lebertransplantierte e. V. engagiert. Ehrenamtlich besucht sie Patienten, denen eine ähnliche Operation bevorsteht oder die gerade frisch transplantiert sind. Aus eigener Erfahrung kann sie beraten, wie die Rückkehr ins Berufsleben gelingt und wo es weitere Hilfsangebote gibt. Weiter unterstützt sie die Deutsche Stiftung Organspende bei Vorträgen und Veranstaltungen. "Für mich muss wirklich das absolut perfekte Organ gefunden worden sein", hat sich Grothmann schon kurz nach der OP von ihrem Arzt erklären lassen.

Für mich muss wirklich das absolut perfekte Organ gefunden worden sein. Stefanie Grothmann

Ein Umstand, der längst nicht selbstverständlich ist. "In meinem Fall ging alles so schnell, dass ich vom Ernst der Lage kaum etwas mitbekommen habe", gesteht die Sparkassen-Betriebswirtin. Mit akutem Leberversagen (mutmaßlich ausgelöst durch eine fehlerhafte Schmerzbehandlung) wurde sie im Juli 2017 ins Krankenhaus eingewiesen. Innerhalb kürzester Zeit ging es der jungen Frau so schlecht, dass sie nicht mehr ansprechbar war und ins Koma fiel. Der sogenannte High Urgency Status - der ausgerufen wird, sobald ein Patient mit hoher Dringlichkeit operiert werden muss - sorgte dafür, dass sie innerhalb von 48 Stunden transplantiert werden konnte.

Familie und Freunde bangten um ihre "Steffi", wachten an ihrem Bett, sprachen mit ihr - auch wenn sie kaum bei Bewusstsein war. Was in den bangen Stunden zwischen Leben und Tod genau passierte, ist Patientin Grothmann nicht bewusst. "Aber die beruhigenden Worte meiner Mutter "Stefanie, wir sind bei dir!" haben mich auf jeden Fall erreicht."

Beratung 

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Nicht nur das Herz – auch Lunge, Leber, Bauchspeicheldrüse, Nieren und Dünndarm können gespendet werden.

Mehr Informationen zur Organspende gibt es unter der Rufnummer 0800 904 04 00 (gebührenfrei innerhalb Deutschlands, erreichbar montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr). Das Infotelefon ist eine gemeinsame Einrichtung der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) und der BZgA. Kontakt per E-Mail: infotelefon@organspende.de

Die TK bietet montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr im Inland unter der Nummer 040 46 06 62 53 10 ( Telefongebühren abhängig vom Anbieter) eine Telefonberatung zur Organspende an. Erreichbarkeit per E-Mail: organspende@tk.de

Widerspruchslösung vs. Zustimmungslösung

Um die Zahl der Organspender zu erhöhen, werden gegenwärtig zwei politische Ansätze diskutiert. Eine Entscheidung darüber lag bei Redaktionsschluss der Kundenmagazine aber noch nicht vor. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn wirbt bereits seit dem vergangenen Jahr für die sogenannte doppelte Widerspruchslösung. Danach ist jeder Bundesbürger automatisch nach seinem Tod Spender, wenn er oder seine Angehörigen nicht aktiv widersprechen. Eine andere Gruppe setzt sich für eine verbindliche wiederkehrende Abfrage in den Bürgerämtern ein, zum Beispiel wenn ein neuer Ausweis beantragt wird.

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Thema Organspende auch im Podcast

Seit 11. November ist der neue kostenlose Gesundheitspodcast der Techniker online. Auch zum Thema Organspende können Sie eine Folge hören. Den Download finden Sie bei Spotify und iTunes.