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Eine Gemeinschaftsstudie der Techniker mit der Firma Philips soll zeigen: Mit einem innovativen Hausnotrufsystem und dem Programm "Sicher zuhause" lassen sich mithilfe künstlicher Intelligenz Gesundheitsrisiken bei Pflegebedürftigen bereits im Vorfeld erkennen und Krankenhauseinweisungen vermeiden. Das Hausnotrufsystem von Philips beinhaltet einen Sturzsensor mit automatischer Sturzerkennung. Ein Gesundheitsberater überwacht die Risikoentwicklung der Nutzer und motiviert zu präventiven Maßnahmen, falls ein erhöhtes Risiko auftritt.

Mensch und Technik arbeiten zusammen

Die Teilnehmer der Studie sprechen zu Beginn telefonisch mit einem speziell geschulten Gesundheitsberater. Mithilfe der Daten aus dem Funksensor und auf Basis der Informationen aus dem Erstgespräch ermittelt ein intelligenter Algorithmus täglich die individuellen Gesundheitsrisiken. Im Falle eines erhöhten Wertes ruft der Gesundheitsberater den Teilnehmer an und bespricht mit ihm mögliche präventive Maßnahmen.

Kostenfreie Nutzung

Acht Monate lang können bundesweit 500 TK-Versicherte, die einen Pflegegrad haben, kostenlos an der Studie teilnehmen. Nach acht Monaten endet die Gesundheitsbetreuung, das Hausnotrufsystem kann weiter kostenfrei genutzt werden.

Weitere Informationen

Hintergrund

"Pflegebedürftigkeit und ein möglichst selbstständiges Leben dürfen sich nicht ausschließen. Das Projekt "Sicher Zuhause" zeigt, wie digitale Lösungen und künstliche Intelligenz die Eigenständigkeit im Alter unterstützen können", erklärt Thomas Ballast, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der TK. Zudem würden Pflegende entlastet und Angehörigen ein Teil ihrer Sorgen genommen, so Ballast weiter.

So funktioniert "Sicher Zuhause" bei Stürzen

Die im Funksender integrierten Sensoren erkennen einen Sturz und lösen einen automatischen Notruf aus. Binnen kürzester Zeit meldet sich ein Mitarbeiter der Hausnotrufzentrale, der Zugriff auf die hinterlegte Adresse und wichtige Informationen hat, zum Beispiel zu Vorerkrankungen und verordneten Medikamenten. Über die Freisprechanlage des Hausnotrufgeräts kann der Hilfebedürftige von überall in der Wohnung seine Situation schildern. Je nach Bedarf werden Nachbarn, Angehörige oder der Notarzt verständigt.

Selbstlernendes System warnt vor, Gesundheitsberater kümmern sich

"Sicher Zuhause" verknüpft die Kompetenz geschulter Fachkräfte mit den Vorteilen digitaler Datenverarbeitung: Zu Beginn schildern die Teilnehmer der Studie einem speziell geschulten Gesundheitsberater telefonisch ihre persönliche Situation, etwa Krankengeschichte, Medikation und den üblichen Tagesablauf.

Der um den Hals getragene Funksensor für die Sturzerkennung registriert die Bewegungsdaten. Auf Basis der vom Sender übermittelten Daten sowie der Informationen aus dem Eingangsgespräch berechnet der selbstlernende Algorithmus tagesaktuell einen Risikowert. "Das Besondere an dieser Lösung ist, dass sie einen Risiko-Score ermittelt, der den Gesundheitszustand des Patienten darstellt. So lassen sich Anzeichen für eine Verschlechterung rechtzeitig erkennen", sagt Dr. Andreas Landgraf, Business Development Manager bei Philips.

Ist ein Grenzwert überschritten, meldet sich der Gesundheitsberater, um mögliche Ursachen, aber auch sinnvolle präventive Maßnahmen wie Krankengymnastik, einen Arztbesuch oder eine Pflegeberatung vor Ort zu besprechen.