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Der erste Atemzug, den ein Neugeborenes tut, sobald es das Licht der Welt erblickt, ist verbunden mit einer ganzen Reihe molekularbiologischer Reaktionen. Solange ein Baby in der Fruchtblase im Mutterleib ist, erfüllt seine Lunge keine besondere Funktion. Die Lunge ist mit Flüssigkeit gefüllt, der lebensnotwendige Sauerstoff wird über Plazenta und Nabelschnur zum Kind befördert.

Ein großer Moment

Mit dem ersten Atemzug kommt der Blutfluss durch die Lungen erst richtig in Gang. Ein großer Augenblick - dieser Sprung ins Leben. Professor Dr. Kurt Hecher, Direktor der Klinik für Geburtshilfe und Pränatalmedizin am Universitätskrankenhaus Eppendorf (UKE), Hamburg

Mit der Geburt ist es dann soweit: Die Flüssigkeit wird aus der Lunge herausgepresst, und die Lungenbläschen entfalten sich beim ersten "Luftschnappen". Denn in diesem Moment kommen zum ersten Mal Luft und somit auch Keime in die Lunge - das frisch entfaltete Organ muss sich dagegen schützen. Dies geschieht, indem Immunzellen in den Atemwegen durch sogenannte Signalmoleküle auf die Abwehr von Krankheitserregern "eingestimmt" werden.