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Ach so, Sie wollen nicht mehr in den Wald. Beim letzten Mal sind Sie mit Ihren High Heels im Boden versunken. Und seitdem es Wölfe gibt, haben Sie Angst, mit Wein und Körbchen hineinzugehen. Außerdem haben Sie keine Zeit. Sie sind müde, gestresst - Arbeit, Haushalt, im Fernsehen läuft Fußball und dann noch die Überstunden, um das neue Auto abzubezahlen.

Im Großraumbüro bekommen Sie Schnappatmung von zu viel Parfüm oder zu wenig Deo.

Wald vs. Keller: Finden Sie Ihren Ort der Ruhe!

Der berühmte Philosoph Augustinus meinte einst: "Glück sei, wenn Handeln und Begehren zum Stillstand komme." Gibt es dafür einen besseren Platz als den Wald? Sicher, für Ruhe und Stillstand könnten Sie auch in den Keller gehen und das Licht ausmachen. Oder Sie öffnen Omas Selbstgebrannten und verdunkeln so Ihr Augenlicht. Das wäre aber nicht gesund.

Durchatmen: Waldluft statt Parfümduft

Haben Sie nicht schon genug schlechte Kellerluft um sich herum? Auf dem Weg zur Arbeit nehmen Sie eine Dieselwolke auf Lunge. Im Großraumbüro bekommen Sie Schnappatmung von zu viel Parfüm oder zu wenig Deo. Falls Sie noch ins Fitnessstudio gehen, erwartet Sie dort ein Geruchscocktail aus alten Turnschuhen und sauren Gurken. Und wenn die Schwitzbude voller Menschen ist, haben Sie dort einen Sauerstoffgehalt wie in der Todesszone am Mount Everest.

Wenn die Schwitzbude voller Menschen ist, haben Sie dort einen Sauerstoffgehalt wie in der Todesszone am Mount Everest.

Sauerstoff: Verpassen Sie Ihrer Lunge eine Frischluftkur!

Sie sollten mal wieder durchatmen! Tanken Sie Sauerstoff! Sie pflegen Ihre Haut, Sie ernähren sich gesund, aber Ihre Lungenflügel lassen Sie hängen. Ärzte meinen, eine gute Sauerstoffversorgung ist die Voraussetzung für Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden. Nobelpreisträger Professor Warburg meint sogar: "Sauerstoff ist der Spender des Lebens." Und wo gibt es den guten Stoff? Früher wurde der deutsche Wald noch verehrt. Kein Heimatfilm ohne Wald und Wiese, keine Wohnstuben ohne Bild mit Hirsch und Waldesrand. Man sammelte Blaubeeren, man ging noch in die Pilze, man wurde noch schwanger.

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Die Natur durch Kinderaugen sehen

Heute wollen wir mehr, mehr erleben, mehr Aktion, mehr Frauen und Männer und weniger Kinder. Dabei könnten uns Kinder helfen. Sie haben etwas, was uns verlorengegangen ist. Sie können sich noch für die kleinen Dinge begeistern. Sie freuen sich über Seifenblasen, Pusteblumen und über ein Reh am Waldesrand. Wir Großen nehmen so etwas gar nicht mehr wahr. Die Reizüberflutung hat uns abgestumpft.

Naturerlebnisse: kostenloses Glück ohne Mehrwertsteuer

Wenn wir uns der Schönheit und der Bedeutung unserer Natur wirklich bewusst werden, dann machen die kleinen Dinge im Leben glücklich und gesund, jeden Tag, kostenlos und ohne Mehrwertsteuer. Aber nein, bei Sonnenschein setzen wir uns in unsere miefige Stube, ziehen die Vorhänge zu, weil der Fernseher geblendet wird.

Matthias Machwerk...

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ist ein deutscher Autor und Kabarettist. Wenn der 49-Jährige nicht tourt, lebt er in Dresden. Für ihn war früher mehr Wald - man sammelte Blaubeeren und ging in die Pilze.