Das Bild ist noch nicht vollständig geladen. Falls Sie dieses Bild drucken möchten, brechen Sie den Prozess ab und warten Sie, bis das Bild komplett geladen ist. Starten Sie dann den Druckprozess erneut.

Es könnte so einfach sein: in den Laden gehen, Kleidungsstück aussuchen, Siegel checken. Dann mit gutem Gewissen zur Kasse. Die Realität sieht allerdings anders aus. Erstens, weil bisher nur ausgewählte Geschäfte überhaupt Klamotten verkaufen, die mit Siegeln gekennzeichnet sind. Zweitens, weil es aktuell über 100 verschiedene Textilsiegel gibt. Aber keine einheitlichen Standards. Darum sind Shirts, Pullis und Co. oft nicht so fair oder grün, wie sie auf den ersten Blick wirken. Zum Glück gibt es inzwischen eine ganze Reihe von geprüften Siegeln, denen ihr vertrauen könnt.

Shirts, Pullis und Co. sind oft nicht so grün, wie sie wirken.

GRÜNER KNOPF

Der Grüne Knopf ist das erste Siegel für nachhaltige Textilien, das vom Staat vergeben wird. Allerdings nur an Labels, die seinen Standards gerecht werden. Unternehmen, die den Knopf wollen, müssen die Übernahme von menschenrechtlicher, sozialer und ökologischer Verantwortung nachweisen. Strenge soziale und ökologische Kriterien gelten auch für die Produkte. Von A wie Abwassergrenzwerten bis Z wie Zwangsarbeitsverbot.

Nachhaltig einkaufen

Wenn ihr nicht sicher seid, ob ein Siegel hält, was es verspricht, versorgt euch www.siegelklarheit.de mit allen wichtigen Informationen.

BLUESIGN

Bluesign ist das Siegel der Bluesign Technologies AG. Es zeichnet Textilien aus Natur- und Kunstfaser aus, die möglichst schadstoffarm produziert werden. Also weder die Gesundheit von Arbeitern und Konsumenten gefährden noch belastend für Abwasser, Luft und Ressourcen sind. Wissenschaftler und Nachhaltigkeits-Experten sorgen dafür, dass diese Standards auch ganz sicher eingehalten werden. Indem sie nicht nur die Produktion überwachen, sondern auch den Entwicklungsprozess.

Das Bild ist noch nicht vollständig geladen. Falls Sie dieses Bild drucken möchten, brechen Sie den Prozess ab und warten Sie, bis das Bild komplett geladen ist. Starten Sie dann den Druckprozess erneut.
Wirklich fair sind bisher nur ein paar Mode-Labels.

GOTS

Den Global Organic Textile Standard (GOTS) bekommt nachhaltige Kleidung, die zu 90 oder mehr Prozent aus Naturfasern besteht. Außerdem müssen davon wiederum mindestens 70 Prozent biologisch erzeugt sein.

Das Siegel berücksichtigt neben ökologischen auch soziale Standards. Darunter das nachweisliche Verbot von Kinderarbeit sowie faire Bezahlung für alle. Die gemeinnützige, gleichnamige GmbH, der dieses Siegel gehört, agiert weltweit.

Reparieren ist schneller als Ersetzen und spart auch noch Geld

IVN

Mehr als 100 Unternehmen haben sich zum Internationalen Verband der Naturtextilien, kurz IVN, zusammengeschlossen. Sie alle teilen ihre hohen Ansprüche an Umweltschutz, Qualität sowie faire Arbeits- und Produktionsbedingungen. Geprüft werden alle Prozesse vom Anbau bis zum fertigen Produkt. Erfüllt ein Kleidungsstück die strengen Kriterien des IVN, bekommt es das IVN-Naturtextil Best-Siegel. Berücksichtigt werden bei der Vergabe ausschließlich Kleidungsstücke, die zu 100 Prozent aus zertifiziert ökologischen Naturfasern bestehen.

FWF

Die Fair Wear Foundation (FWF) hat sich zum Ziel gesetzt, weltweit die Arbeitsbedingungen in Textilfabriken zu verbessern. Wer für Labels mit diesem Siegel arbeitet, tut dies zu einem fairen Lohn und angemessenen Arbeitszeiten.

Mit Sicherheitskleidung und legalem Arbeitsvertrag. Siegelinhaber ist die Stiftung Fair Wear Foundation, die von Gewerkschaften, NGOS und Handels- sowie Herstellerorganisationen getragen wird. An Etiketten ist das Siegel übrigens nicht zu finden. Teilnehmende Marken sind auf der Website der FWF gelistet.

Weitere Tipps für den bewussteren Umgang mit Mode

#1 Kaufen aus zweiter Hand

Ganz gleich ob im Laden, online oder auf dem Flohmarkt: Second-Hand-Shopping macht nicht nur Spaß, sondern spart auch Geld und Ressourcen. Mit etwas Glück findet ihr echte Vintage-Schätze zum kleinen Kurs.

#2 Outfits mieten

Hochzeit, Mottoparty und Co.: Bei manchen Events ist die Versuchung groß, ein neues Outfit zu kaufen. Eine Alternative, die günstig und nachhaltig ist, ist Kleidung zu mieten, statt zu kaufen. Das geht in vielen Städten lokal, aber auch online. Zum Beispiel auf www.re-nt.com oder auf www.stay-awhile.de.

#3 Kleidung tauschen

Ein voller Schrank und doch nichts zum Anziehen? Kleidertauschpartys sind der wohl preiswerteste Weg, an neue Lieblingsstücke zu kommen. Wenn gerade keine in der Nähe stattfindet, einfach eine Tauschparty mit Freunden veranstalten.

#4 Lüften

Häufiges Waschen nutzt Stoffe ab und ist schlecht für die Umwelt. Manchmal reicht es, Kleidung für ein paar Stunden an die Luft zu hängen, um unangenehme Gerüche zu lösen. Kleine Flecken lassen sich oft per Hand entfernen.

#5 Reparieren

Das Bild ist noch nicht vollständig geladen. Falls Sie dieses Bild drucken möchten, brechen Sie den Prozess ab und warten Sie, bis das Bild komplett geladen ist. Starten Sie dann den Druckprozess erneut.
Ein kaputter Reißverschluss ist noch lange kein Grund, die Lieblingsjeans wegzuwerfen. Die Reparatur in Werkstätten und Schneidereien kostet weniger als jeder Neukauf. Und spart wertvolle Zeit, die sonst für die Suche nach Ersatz draufgehen würde.