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Herr Vorster, viele Menschen schlafen schlecht. Wann ist das bedenklich?

Gelegentlich schlecht zu schlafen, auch über zwei Wochen wegen Prüfungen, Liebeskummer oder Krankheit, ist vollkommen normal und nicht behandlungsbedürftig. Das ist erst der Fall, wenn Menschen länger als einen Monat häufiger als dreimal in der Woche Schlafprobleme haben.

Einstein soll 14 Stunden pro Tag geschlafen haben, Napoleon vier. Was raten Sie?

Es gibt welche, die sehr viel Schlaf benötigen, andere kommen mit wenig aus. 90 Prozent der Menschen brauchen zwischen sechs und neun Stunden Schlaf. Eine generelle Empfehlung lässt sich daraus nicht ableiten.

90 Prozent der Menschen brauchen zwischen sechs und neun Stunden Schlaf. Albrecht Vorster

Wie lassen sich Albträume besiegen?

Eine gute Behandlungsmethode bietet die "Image Rehearsal Therapy". Dabei schreibt man zunächst den Traum so detailliert wie möglich auf. Danach überlegt man, was einem in der Horrorsituation helfen könnte. Man entwirft also eine Lösung für diesen Albtraum, schreibt sie auf und liest sie über zwei Wochen vor dem Einschlafen mehrmals durch. Was wir häufig lesen, brennt sich ein. Bislang hat sich der Albtraum eingebrannt, was sich durchbrechen lässt, indem wir diese Gedanken bewusst in eine neue Richtung lenken.

Wovon träumen denn Einschlafforscher?

Schlafen ist aktives Loslassen.

Die allermeisten Träume sind sehr banal. Wahrscheinlich deswegen erinnere ich mich nur an die wenigsten.

Ihr bester Einschlaftipp?

Entspannt ins Bett gehen. Wie man diesen Zustand erreicht, ist jedem selbst überlassen. Das kann ein Bad, autogenes Training oder ein Buch sein. Ich empfehle, Handy und Laptop eine Stunde vor dem Einschlafen auszuschalten. Schlafen ist aktives Loslassen. Je entspannter wir sind, desto besser, tiefer und glücklicher schlafen wir ein.

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