Wie macht sich eine Duftstoffallergie bemerkbar?

Viele Asthmatiker und empfindliche Personen haben gesundheitliche Beschwerden durch luftgetragene Duftstoffe, die etwa zur Raumbeduftung eingesetzt oder durch übermäßige Parfümierung verbreitet werden. Experten sprechen hier von einer Duftstoff-Unverträglichkeit, die für die Betroffenen eine deutliche Einschränkung ihrer Lebensqualität darstellt.

Wie wird eine Duftstoffallergie festgestellt?

Zu Beginn der Diagnose steht die Anamnese. Stehen Duftstoffe im Verdacht, so erfolgt in der Regel ein Epikutantest. Da Duftstoffe als Gemische aus vielen Einzelsubstanzen eingesetzt werden, ist das Herausfinden des Auslösers mühsam. Für die Diagnostik stehen zwei Duftstoff-Mixe zur Verfügung, die jeweils acht oder sechs Einzelduftstoffe enthalten.

Wie wird eine Duftstoffallergie behandelt?

Eine Allergie gegen Duftstoffe ist nicht heilbar, die Therapie beschränkt sich auf die Behandlung der Symptome und auf das Meiden des Auslösers.

Bei einer Duftstoffallergie steht Karenz, also das Meiden des Beschwerdeauslösers, im Vordergrund. Trotz der Deklarationspflicht für Kosmetika ist das Meiden des Allergieauslösers aber bei Duftstoffallergie nicht einfach. Denn auf der Verpackung finden die Verbraucher die Sammelbezeichnungen "Parfum", "Fragrance", "Aroma" oder "Flavour", die nur Hinweis auf den Zusatz von Duftstoffen sind.

Eine Ausnahme bilden 26 Duftstoffe, die durch ein hohes Allergiepotenzial aufgefallen sind. Sie werden mit ihrem INCI-Namen auf der Produktverpackung einzeln genannt. Die Kosmetikrichtlinie schreibt hier eine Deklarationspflicht vor, wenn die Konzentration der bedenklichen Duftstoffe in Produkten, die nicht auf der Haut verbleiben (wie Duschgel, Shampoo), mehr als 0,01 Prozent beträgt und in Produkten, die auf der Haut verbleiben (zum Beispiel Lotionen, Make-up, Sonnencreme, Deo), über 0,001 Prozent liegt.

Gemäß der Detergenzien-Verordnung müssen die allergenen Duftstoffe auch in Waschmitteln, Weichspülern und Reinigungsprodukten entsprechend gekennzeichnet werden, wenn sie in einer Konzentration über 0,01 Prozent im Produkt vorkommen. Inzwischen gibt es viele duftstofffreie Kosmetika, Wasch- und Reinigungsmittel sowie Weichspüler.