Erkennen Sie die Signale rechtzeitig, damit Sie mit Beschwerden in brenzligen Situationen richtig umgehen. 

Es gibt einige typische Warnzeichen und Veränderungen des Befindens, die einem Asthmaanfall vorausgehen. Es ist besonders wichtig, dass Sie diese Signale erkennen und Ihren behandelnden Arzt aufsuchen.

Typische Warnzeichen

  • Sie wachen nachts mit Husten oder Kurzatmigkeit beziehungsweise Luftnot auf.
  • Sie bemerken verstärkte Luftnot beim Aufwachen am Morgen.
  • Sie benötigen Ihr "Rettungsspray" öfter als an den Tagen zuvor.
  • Sie haben den Eindruck, dass Ihr "Rettungsspray" nicht mehr so gut wirkt wie früher.
  • Ihr Peak-Flow-Wert nimmt ab, und der Unterschied zwischen den Morgen und den Abendwerten nimmt zu.
  • Sie verspüren Luftnot bereits bei leichteren körperlichen Belastungen.
  • Sie fühlen sich durch Ihre asthmatischen Beschwerden in Ihren alltäglichen Aktivitäten beeinträchtigt.

Die Selbstbehandlung

Das Wort "Selbst" wird bei der Asthmabehandlung großgeschrieben. Selbstverantwortung, Selbstmanagement und Selbstbehandlung sind wichtige Bausteine im Gesamtbehandlungsplan Ihres Asthmas. Und es ist wissenschaftlich erwiesen, dass ein Selbstmanagementprogramm unter Anleitung des behandelnden Arztes dazu beiträgt, die Krankheit besser unter Kontrolle zu halten.

Das Ziel eines Selbstmanagementprogramms ist es, dass Sie lernen, was zu tun ist, sobald sich die Aktivität Ihres Asthmas ändert und erste Zeichen eines Asthmaanfalls auftreten.

Hierbei können zwei Behandlungspläne helfen:

  • Ein Behandlungsplan für die Langzeitbehandlung
  • Ein Behandlungsplan für den Notfall

Beide Behandlungspläne sollten Sie gemeinsam mit Ihrem behandelnden Arzt, speziell auf Ihre persönliche Krankheitssituation zugeschnitten, erarbeiten.

Im Plan zur Langzeitbehandlung sollte stehen, welche Medikamente Sie täglich einnehmen, unterteilt nach den Dauermedikamenten und den Bedarfsmedikamenten.

Der Notfallplan soll es Ihnen ermöglichen gegenzusteuern, wenn sich die Erkrankung verschlechtert oder Sie einen Asthmaanfall erleiden. Dieser Plan muss gemeinsam mit dem Arzt in den beschwerdefreien "guten Zeiten“ erarbeitet werden. Hierzu gehört es, die inhalative Behandlung zu intensivieren sowie gegebenenfalls ein Antibiotikum oder Kortisontabletten einzunehmen. Außerdem sollten auf diesem Plan die wichtigsten Telefonnummern vermerkt werden, damit Sie im Notfall, wenn sowieso keine Zeit ist, gleich die richtige Nummer zur Hand haben.