In der Regel ist für Sie eine regelmäßige antientzündliche Therapie mit inhalativen Steroiden ausreichend. Zusätzlich gibt es jedoch eine Reihe weiterer Maßnahmen, die Ihnen helfen, Ihre Atemwege zu befreien.

Körperliche Übungen

Sehr effektiv können körperliche Übungen, wie die "autogene Drainage" und spezielle Hustentechniken, sein. Mit der "autogenen Drainage" können Sie den Schleim schonend und ohne fremde Hilfe aus der Lunge entfernen. Atmen Sie dazu ruhig und tief und möglichst durch die Nase ein. Sie können dabei sitzen, aber auch auf dem Rücken oder der Seite liegen. Geben Sie der Luft zwei bis drei Sekunden Zeit, um sich in der Lunge zu verteilen, und lassen Sie sie dann gegen die sogenannte Lippenbremse ausströmen. Dabei sollte die Oberlippe etwas vorgestülpt und die Unterlippe leicht zurückgezogen sein, sodass die Luft nach unten entweichen kann. Atmen Sie anschließend aktiv aus. Durch die tiefen Atemzüge erweitern und verengen sich Ihre Bronchien stärker. Dadurch löst sich der Schleim besser. Die Lippenbremse bewirkt, dass die Bronchien länger geöffnet bleiben, so kann der Schleim besser "abtransportiert" werden. Um diese Übung gut durchführen zu können, sollten Sie unbedingt fachliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Räuspern statt husten

Beim Husten entsteht ein sehr hoher Druck im Brustkorb und in der Lunge. Für instabile Bronchien ist er gefährlich, weil er sie zudrücken kann. Dann wird der Schleim nur unvollständig hinausbefördert. In diesem Fall spricht man von "produktiv-ineffektivem" Husten. Dagegen hilft es, erst gegen die Lippenbremse auszuatmen und dann den Schleim nicht mit einem Hustenstoß, sondern mit einem Räuspern aus den Atemwegen zu befördern. Dadurch vermeiden Sie einen zu hohen Druck. Allerdings belastet zu häufiges Räuspern die Stimmbänder. Deshalb sollten Sie diese Technik nicht zu oft einsetzen.

Bei langjährigem Husten ist die Hustenmuskulatur sehr erschöpft. Dann sollte sie durch die Arme unterstützt werden. Setzen Sie sich dazu aufrecht hin, überkreuzen Sie die Unterarme und legen Sie sie wie ein Korsett vor Ihren Bauch. Atmen Sie dann tief ein und unterstützen Sie den folgenden Hustenstoß, indem Sie die Arme auf den Bauch drücken.

Darüber hinaus führt langjähriger Husten mitunter zu einer Harninkontinenz. Auch dagegen gibt es eine einfache Technik: die sogenannte Drehposition. Setzen Sie sich dazu aufrecht hin und atmen Sie tief ein. Drehen Sie während des folgenden Hustenstoßes Ihren Oberkörper zur Seite.

Atemtherapiegeräte

Einen ähnlichen Effekt wie das Ausatmen gegen die Lippenbremse erzielen Atemtherapiegeräte mit wechselndem Widerstand gegen das Ausatmen. Auch sie dienen dem Weithalten der Atemwege und der Schleimlösung. Außerdem gibt es Geräte, die Schwingungen erzeugen, um den Schleim zu lockern. Ob Sie ein Gerät verwenden sollten und, wenn ja, welches, sollten Sie mit Ihrem Arzt oder Therapeuten besprechen.

Medikamentöse Hilfen

Bei verstärkter Bildung von zähflüssigem Bronchialschleim kann die Behandlung kurzfristig durch schleimlösende Medikamente wie Acetylcystein oder Ambroxol ergänzt werden. Helfen können auch naturheilkundliche Schleimlöser auf Thymian- oder Primelbasis oder auf Basis von ätherischen Ölen. Ebenso können regelmäßige Inhalationen mit Kochsalz hilfreich sein. Hustenstillende Medikamente sind grundsätzlich nicht zu empfehlen, weil sie dazu führen können, dass der Schleim sich verfestigt.