Besteht in der Familie ein Allergie-Risiko, entscheidet man sich in der Regel gegen einen haarigen Hausgenossen wie Hund, Katze oder Meerschweinchen. Wer nicht auf einen tierisches Familienmitglied verzichten will, schafft sich deshalb häufig Reptilien an.

Aber auch hier ist Vorsicht geboten: Wiener Forscher berichten im "World Allergy Organization Journal", dass zwar nicht die Reptilien selbst, aber die Insekten, mit denen sie gefüttert werden, starke Allergien auslösen können.

Der Fall eines achtjährigen Jungen, der vier Monate nach der Anschaffung einer Bartagame nachts plötzlich unter schwerer Atemnot litt, machte die Wissenschaftler auf die Problematik aufmerksam. Ein Allergietest sowie der Nachweis spezifischer Antikörper im Blut des Kindes belegten schließlich, dass Heuschrecken-Allergene für die allergische Reaktion verantwortlich waren.

Reptilienhalter sollten deshalb das Futter außerhalb der Wohnung aufbewahren. Die Tiere selbst sollten nicht in Wohnräumen gehalten werden, da unverdaute Insekten über die Ausscheidungen ins Terrarium gelangen. Wenn die Allergene eingeatmet werden, können sie zu allergischem Asthma und entzündlichen Hautveränderungen führen.