So kräftigt ein gezieltes Training die Rückenmuskulatur und sorgt für eine aufrechte Körperhaltung. Gleichzeitig fördert es die Beweglichkeit der Brustwirbelsäule. Beides erleichtert die Atmung der Betroffenen. Des Weiteren kurbelt das Krafttraining den Knochenstoffwechsel an und begünstigt den Aufbau neuer Knochenzellen. Das ist insbesondere dann wichtig, wenn als Nebenwirkung einer systemischen Cortisontherapie eine Osteoporose droht.

Angelika Biberger, die als Sportwissenschaftlerin asthmakranke Kinder im CJD Berchtesgaden-Asthmazentrum betreut, empfiehlt für Kinder und Jugendliche mit chronischen Lungenerkrankungen, neben regelmäßigem Ausdauersport auch ein individuelles Krafttraining durchzuführen. Das Training sollte dem Entwicklungsstand der Kinder und Jugendlichen entsprechen und nur unter fachkundiger Anleitung erfolgen. Neben der korrekten Durchführung der Übungen ist die Atemtechnik entscheidend, um eine Pressatmung zu vermeiden. Bei Belastung wird gezielt durch den Mund ausgeatmet, bei Entlastung durch die Nase eingeatmet. Die kontrollierte und vertiefte Atmung befreit die Atemwege gleichzeitig von Schleim.

Vor dem Krafttraining empfiehlt die Sportwissenschaftlerin ein Aufwärmprogramm, um das Risiko einer asthmatischen Reaktion zu vermindern.

Bei schwerem Asthma rät sie vor dem Training zu einer Prämedikation mit einem kurzwirksamen Betamimetikum zusätzlich zur bestehenden Dauertherapie.