Guter Schlaf schützt vor Asthma

Asthmakranke schlafen häufig schlecht. Forscher belegten nun: Wer nachts keine Ruhe findet, der entwickelt auch häufiger Asthma.

Asthmaanfälle treten nicht selten im Schlaf auf. Das macht den Schlaf weniger erholsam und raubt Betroffenen die Lebensqualität. Manchen ängstigen die nächtlichen Anfälle so sehr, dass er das Einschlafen selbst fürchtet. Wer durch sein Asthma nicht gut einschläft, nachts häufig erwacht und sich stundenlang im Bett wälzt, ist tagsüber weniger leistungsfähig und fühlt sich müde und abgeschlagen. 

Auch Medikamente, die der Behandlung des Asthmas dienen, können die Schlafqualität negativ beeinflussen. Dazu gehören zum Beispiel Cortisonpräparate, die den Tag-Nacht-Rhythmus des Körpers auf den Kopf stellen können.

Forscher aus Taiwan sind nun aber auf einen weiteren Zusammenhang zwischen schlechtem Schlaf und Asthma gestoßen: Menschen mit Schlafstörungen haben ein höheres Risiko zu erkranken.

Ursachen für den Zusammenhang sind noch unklar

Der Zusammenhang zwischen Schlaflosigkeit und Asthmarisiko ist noch nicht sicher geklärt. Bekannt ist, dass der Körper bei Schlafproblemen die gleichen Entzündungsmediatoren ausschüttet, die auch bei Asthma erhöht sind. Aber auch Veränderungen der Atemwegsschleimhaut durch mangelnden Schlaf stehen in der Diskussion.

Zukünftige Studien könnten hier Licht ins Dunkel bringen. Solange noch nicht bekannt ist, wie genau Nachtruhe und Asthma sich gegenseitig beeinflussen, sollten sowohl Gesunde als auch Asthmakranke Schlafprobleme nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Eine gute Schlafhygiene verbessert die Nachtruhe

Um das eigene Asthmarisiko zu senken oder die Symptome eines bereits bestehenden Asthmas zu verbessern, lohnt es sich, auf seine Schlafhygiene zu achten. Dabei geht es nicht etwa darum, möglichst frisch geduscht ins Bett zu gehen und die Zähne geputzt zu haben. Um seine Schlafhygiene zu verbessern ist es wichtig auf seine Lebensgewohnheiten und die Schlafumgebung zu achten. Stimmen hier nämlich die Bedingungen, macht das einen erholsamen Schlaf viel wahrscheinlicher.

Dazu gehört zum Beispiel auch, jeden Abend zur gleichen Zeit zu Bett zu gehen und morgens zur gleichen Zeit aufzustehen. Länger als acht Stunden zu schlafen ist tabu und auch ein Mittagsschlaf sollte nicht länger als 30 Minuten andauern. Wichtig ist auch, vor dem Schlafengehen Bildschirme zu meiden sowie Rituale einzuführen, die zur Ruhe bringen.