Asthmakinder aus Raucherhaushalten haben ein doppelt so hohes Risiko wegen ihrer Atemwegserkrankung stationär aufgenommen zu werden wie solche, die dieser Belastung nicht ausgesetzt sind. Auch kommen sie sehr viel häufiger aufgrund ihrer Beschwerden in die Notaufnahme. Mit dem Rauch in ihrer Umgebung erhöht sich gleichzeitig die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Krankheit bei ihnen verschlimmert.

Zu diesem Ergebnis kommen US-amerikanische Mediziner der Mayo Clinic in Rochester. Sie haben die Daten von rund 430.000 Asthmapatienten im Alter von sieben Jahren ausgewertet. Ihre Studienergebnisse nehmen sie zum Anlass, Konsequenzen für die Praxis zu ziehen: So sollten Ärzte bei Kindern mit Asthma gezielt danach fragen, ob in unmittelbarer Umgebung der kleinen Patienten geraucht wird. Gegebenenfalls sei auch eine Contininmessung sinnvoll, um die Belastung einschätzen und die Angehörigen über die Folgen ihres Tabakkonsums für die Kinder aufzuklären. Continin ist ein Abbauprodukt des Nikotins, das bei Passivrauchern sowohl im Blut als auch im Urin nachweisbar ist.