Diese schonende Methode könnte zukünftig die Mammografie ergänzen und die Brustkrebsfrüherkennung verbessern.

Studienleiter Professor Dr. med. Edgar Dahl von der Uniklinik RWTH Aachen erläutert das Verfahren so: "Tumorzellen zeichnen sich dadurch aus, dass bestimmte Bereiche ihrer Erbsubstanz durch chemische Anhängsel, sogenannte Methylgruppen, verändert sind. Jede Tumorart besitzt ein spezifisches Muster dieser DNA-Anhängsel, die wir auch als Biomarker bezeichnen. Sterben die Zellen ab, gelangt die verräterische Tumor-DNA in kleinsten Mengen ins Blut und kann dort mit hochsensitiven molekularen Analyseverfahren nachgewiesen werden."

Die ersten Studienergebnisse aus Blutproben von erkrankten und gesunden Probandinnen sind bereits sehr vielversprechend. Doch bis Frauen flächendeckend von dem neuen Bluttest profitieren können, wird es noch dauern.

Das nächste Ziel ist es, die verwendeten Biomarker zu verbessern und ihren Nutzen an großen Probandengruppen zu testen.