Die Diagnose Brustkrebs ist immer ein Schock. Beängstigende Fragen tauchen auf - meist drehen sie sich um die medizinische Behandlung. Die Seele kommt dabei oft zu kurz. Doch Ängste oder depressive Verstimmungen schwächen Ihren Körper, insbesondere das Immunsystem, und können die Heilung erschweren. Angepasst auf Ihre individuellen Bedürfnisse, gibt es eine Reihe von Entspannungstechniken, die Ihnen helfen, Ihre Seele zu stärken und damit alle Kräfte für den Heilungsprozess zu mobilisieren.

Mit Fantasiereisen entspannen

Kurz nach der Diagnose geht es häufig um Beruhigung und Trost. "Warum ich?", fragen sich viele Krebspatientinnen. Sie entwickeln Verlustängste und befürchten, womöglich eine falsche Therapieentscheidung zu treffen oder nicht alle Möglichkeiten auszuschöpfen. In diesen Fällen können Techniken zu Selbsttröstung und -beruhigung helfen. Oft tut es den Betroffenen gut, sich auf eine Fantasiereise zu begeben. Dabei stellen sie sich in einer Art gelenktem Tagtraum etwas Schönes, Erstrebenswertes vor. So können sie entspannen und neue Kräfte sammeln.

Achten Sie auf sich!

Entspannungsmethoden wie Tai-Chi und progressive Muskelentspannung nach Jacobson ebenso wie Yoga oder Massagen lösen körperliche Anspannungen. Vielleicht profitieren Sie von körperlicher Aktivität und Bewegung in der Natur oder Sie kommen mithilfe von Techniken wie autogenem Training oder Meditation zur Ruhe. Wichtig ist es, den für Sie besten Weg zu finden. Achtsamkeit heißt das Stichwort - sich und seine Umgebung wahrzunehmen und zu erkennen, was einem guttut und was nicht.

Während es der einen Patientin hilft, Tagebuch zu schreiben, empfinden es andere als befreiend, ein Bild zu malen oder handwerklich tätig zu sein. Wieder andere musizieren oder tanzen, um ihre inneren Kräfte zu stärken.

Egal, welchen Weg Sie einschlagen, nehmen Sie sich Zeit für sich und Ihre Bedürfnisse. Dazu gehört auch das Pläneschmieden - sowohl für die Zeit "danach" als auch für kurzfristige Projekte.