Nach einer Brustkrebserkrankung begleitet die Nachsorge mit Arztterminen und Untersuchungen die betroffenen Frauen noch mehrere Jahre.

Rund 360 000 Frauen leben derzeit in Deutschland, die nach dem Ende der Primärtherapie Nachsorgeangebote in Anspruch nehmen können. Die große Mehrheit der Betroffenen tut dies auch, wie eine aktuelle Studie gezeigt hat: Von den 920 befragten Frauen gaben 99 Prozent an, regelmäßig zur Nachsorge zu gehen. Wichtigster Grund für die meisten war es, einen Rückfall auszuschließen.

Regelmäßige Nachsorge

Zur Nachsorge gehört immer ein ausführliches Gespräch mit Ihrem behandelnden Arzt:

  • In den ersten drei Jahren findet das Arztgespräch einmal im Quartal statt. Dazu gehört auch eine körperliche Untersuchung, vor allem das Abtasten der Brüste und der Lymphknoten. Gegebenenfalls kommt ein Brustultraschall hinzu. Eine Mammografie der an Krebs erkrankten Brust steht zweimal jährlich an, die der gesunden einmal im Jahr.

  • Ab dem vierten Jahr nach der Krebstherapie wird der Zeitraum erweitert. Zweimal im Jahr eine ärztliche Untersuchung sowie einmal im Jahr eine Mammografie reichen in der Regel aus.

  • Nach fünf Jahren sehen die Leitlinien der Deutschen Krebsgesellschaft eine ärztliche Untersuchung und eine Mammografie pro Jahr vor.

Darüber hinausgehende Untersuchungen, die früher dazugehörten, wie ein Ultraschall von Lunge, Leber und Herz, Bluttests oder eine Tumormarkerdiagnostik, gehören heute nicht mehr zum Standard. Studien haben gezeigt, dass diese die Patientinnen zusätzlich belasten, ihnen aber keine weiteren Vorteile bringen. Nur wenn eine Frau Beschwerden hat, sie bestimmte Symptome zeigt oder es Anzeichen für ein Rezidiv oder Metastasen gibt, kommen solche Untersuchungen infrage.