Nach der Brust­krebs­the­ra­pie: Haut und Haar Gutes tun

Eine Brustkrebs-Therapie hinterlässt ihre Spuren. Lesen Sie hier, wie Sie Ihre Haut und Ihre Haare pflegen können. 

Nach Operation, Chemotherapie und Bestrahlung fühlen sich viele Frauen um Jahre gealtert. Die Haut wirkt fahl und müde, die Haare fühlen sich an wie Stroh, wenn sie nicht durch die Chemo ganz ausgefallen sind. Allerhöchste Zeit, Körper und Seele Aufmerksamkeit zu schenken und sie bei der Regeneration zu unterstützen.

Die Haare wachsen nach

Der Verlust der Haare durch die Chemotherapie gehört sicherlich zu den schmerzlichsten Erfahrungen von Brustkrebspatientinnen. Aber sobald die Therapie vorbei ist, geht es bergauf. Die Zellen der Haarwurzeln regenerieren sich, die Haare wachsen nach. Meist dauert es drei bis vier Monate, bis das Haar wieder einigermaßen dicht ist. Die neuen Haare können in der ersten Zeit ein wenig anders - zum Beispiel lockiger - aussehen als zuvor. Auch Wimpern und Augenbrauen wachsen wieder nach. Allerdings ist hier oft ein wenig mehr Geduld notwendig.

Ein Tipp für die erste Zeit: Lassen Sie sich von Ihrem Friseur eine Kurzhaarfrisur schneiden. Ein guter Schnitt lässt das Haar dichter erscheinen, auch wenn die Haare noch nicht so voll sind. In den ersten sechs Monaten sollten Sie auf eine Dauerwelle oder das Haarefärben verzichten, da Kopfhaut und Haare noch empfindlich sind.

Reicht das eigene Haar noch nicht für einen Haarschnitt, können Sie sich mit einer Perücke behelfen. Lassen Sie sich bei der Auswahl im Fachhandel beraten und sprechen Sie vorab mit der Techniker - in manchen Fällen werden die Kosten übernommen.

Pflege für die Haut

Die Bestrahlung ist für die Haut belastend. Für die "frisch" bestrahlten Stellen gilt: Reinigen Sie die Haut am besten mit Babyöl. Benutzen Sie keine Deodorants oder Parfums. Lassen Sie Luft an die Stellen, aber vermeiden Sie direktes Sonnenlicht. Achten Sie außerdem darauf, dass der Bestrahlungsbereich nicht durch Schmuck oder eng anliegende Kleidung gereizt wird. Vor allem hellhäutige Frauen neigen dazu, im bestrahlten Bereich einen roten, sonnenbrandähnlichen Hautausschlag zu bekommen. In der Regel verschwinden solche Reizungen mit Abschluss der Therapie, manchmal dauert es allerdings etwas länger, bis sich die Haut vollständig erholt hat.

Auch die Operationsnarbe ist speziell zu behandeln. Es dauert eine Weile, bis sich die Narbe und das umliegende Gewebe wieder weicher anfühlen. Spezielle Narbenpflegeprodukte aus der Apotheke können hier eventuell unterstützen. Bis die Narbe komplett verheilt ist, vergeht etwa ein Jahr. Meiden Sie direkte Sonnenstrahlen im Bereich der Narbe, denn das Narbengewebe bildet zunächst keine Pigmente, die vor den UV-Strahlen schützen. Wenn die Narbe vollständig verheilt ist, sollten Sie vor dem Sonnenbad einen Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor auftragen.