Hilft langes Schlafen Brustkrebspatientinnen dabei, das Risiko für Rezidive im Frühstadium der Erkrankung zu vermindern? Dieser Frage sind US-amerikanische Forscher nachgegangen. Im Zentrum der Untersuchung stand dabei weniger der Schlaf selbst als vielmehr die Zeitspanne, in der die Patientinnen keine Nahrung zu sich nahmen. Genau genommen suchten die Wissenschaftler nach dem Zusammenhang zwischen dem nächtlichen Nahrungsverzicht und dem Rezidivrisiko.

Hinweise, dass eine verlängerte Esspause während der Nacht einen positiven Effekt hat, hatten zuvor Versuche mit Mäusen ergeben. Die Tiere erhielten eine fettreiche Nahrung. Eine verlängerte Schlafphase ohne Nahrung von bis zu 16 Stunden verhinderte eine übermäßige Energiezufuhr. Sie nahmen weniger an Gewicht zu und litten nachweislich weniger an Entzündungen. Alle drei Parameter stehen in Zusammenhang mit einer schlechten Prognose bei Krebserkrankungen.

Die Forscher untersuchten im Rahmen ihrer Studie mehr als 2.400 Patientinnen ohne Diabetes. Mehr als 80 Prozent der durchschnittlich 52 Jahre alten Frauen hatten Brustkrebs im Frühstadium. Die Wissenschaftler befragten die Teilnehmerinnen zu Beginn, nach einem Jahr und nach vier Jahren jeweils innerhalb von drei Wochen mehrmals zum Schlaf- und Essverhalten. Mehr als 25 300 Angaben standen schließlich zur Verfügung. 

Anhand der Daten errechneten die Onkologen Folgendes: Für die Teilnehmerinnen war die Wahrscheinlichkeit für ein Rezidiv um 36 Prozent erhöht, wenn ihre Nahrungskarenzdauer weniger als 13 Stunden betrug.