Bewegung fest einplanen

Körperliche Aktivität beginnt im Alltag. Zu Fuß einkaufen gehen, die Treppe nehmen oder sich an Haus- und Gartenarbeit beteiligen - all das sind einfache Möglichkeiten, den Körper bei COPD in Schwung zu halten.

Zum gezielteren Aufbau von Ausdauer und Belastbarkeit eignen sich bei Untrainierten erst einmal Spazierengehen, bei mehr Leistungsfähigkeit schnelles Gehen mit Armeinsatz (Walken), Gehen mit Stöcken (Nordic Walking) und das Fahrradfahren auf dem Heimtrainer (Fahrradergometer). Wer sich schlecht alleine aufraffen kann, sollte sich mit Bekannten und Freunden regelmäßig zum Spazierengehen oder Walken verabreden oder sich nach einem passenden Angebot eines Sportvereins erkundigen.

Lungensport in der Gruppe

Besondere Vorteile haben Lungensportgruppen. Hier üben Sie regelmäßig unter qualifizierter Anleitung in der Gruppe. Das Training ist speziell auf die Bedürfnisse von Menschen mit Lungenerkrankungen abgestimmt. Dabei geht es nicht um Überforderung und Leistungssport. Das Training soll der Erkrankung, dem Alter und den persönlichen Möglichkeiten angepasst sein und kann in der Intensität vom Betroffenen selbst gesteuert werden. Niemand braucht Angst zu haben, sich überfordert oder unwohl zu fühlen.

Zum Lungensport gehören Atem- und Entspannungsübungen, Sie trainieren die Ausdauer und fördern Muskelaufbau und Muskelkraft. Die Trainingseinheiten dauern mindestens 45 Minuten und gliedern sich in eine Aufwärm-, eine Gymnastik-, eine Ausdauer-, eine Spiel- und eine Entspannungsphase.

Was Bewegung alles kann

Körperliche Aktivität kann helfen, Ihre Lungenfunktion zu verbessern oder zu stabilisieren. Zusammen mit einer gut eingestellten Medikamentenbehandlung können so Atemnotattacken vermindert werden. Die immer spürbarere Verschlechterung der Leistungsfähigkeit bei einer COPD hat ihre Ursache aber nicht nur in der Lunge.

Wer jede Anstrengung vermeidet, schwächt seinen Körper. So verliert das Herz - bei (ehemaligen) Rauchern oft ebenfalls nicht mehr ganz gesund - an Pumpkraft, der Kreislauf wird geschwächt. Die Muskelmasse geht zurück, die Kraft der Muskeln lässt nach. Sogar die geistigen Fähigkeiten werden schlechter. Die Lebensqualität nimmt ab.

All dem kann mehr Bewegung entgegenwirken. Ein starkes Herz, ein trainierter Kreislauf und kräftigere Muskeln sind wesentlich für mehr Belastbarkeit. Dazu ist Bewegung ein wichtiger Teil zur Gewichtsregulation. Wer im Bereich des Normalgewichts bleibt, entlastet seine erkrankte Lunge zusätzlich. So schafft körperliche Aktivität auf vielen Wegen die Voraussetzung, ein aktives, geselliges, sinnerfülltes Leben trotz COPD führen zu können.

Grundregeln Lungensport

  • Atemtechnik üben und an Belastung anpassen
  • Behutsam anfangen
  • Abhängig von Tagesform belasten
  • Medikamente griffbereit halten
  • Pausen einlegen
  • Feste Trainingszeiten bestimmen (mehrere kurze Übungseinheiten pro Woche)
  • Erst die Trainingsdauer steigern, dann die Intensität
  • Kein Sport bei akuten Infekten!