COPD-Patienten, die zusätzlich unter einer Depression leiden, brechen häufiger ihre Therapie ab. Vor allem bei Frauen ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Behandlung deren emotionale Befindlichkeit, so das Ergebnis einer US-Studie.

Die richtige Therapie kann den Verlauf einer COPD günstig beeinflussen. Neben Medikamenten ist eine sogenannte Lungenreha die wichtigste Maßnahme. COPD-Patienten, die auch an Depressionen leiden, haben Schwierigkeiten, sich an ein Rehabilitationsprogramm zu halten, wie Mediziner in der Zeitschrift "Respiratory Medicine" berichten. Dies treffe vor allem auf Frauen zu.

Für die Studie wurden 111 COPD-Patienten beobachtet (55 davon waren Frauen). Die Wissenschaftler notierten, ob die Teilnehmer die ambulante Reha beendeten (mindestens 20 Sitzungen). Außerdem wurde mithilfe eines Standardfragebogens erfasst, ob möglicherweise eine Depression vorlag. 68 Prozent der Studienteilnehmer absolvierten die Lungenreha bis zum Ende. Unter den Abbrechern waren besonders viele Frauen mit einer Depression. Es sei deshalb wichtig, dass eine Depression bei COPD-Patienten frühzeitig erkannt und auch behandelt werde, schreiben die Forscher. Für Männer wurde kein solcher Zusammenhang festgestellt.

Aufgrund der geringen Zahl an Patienten, die in dieser Studie untersucht wurden, kann aber nicht ausgeschlossen werden, dass der Effekt bei beiden Geschlechtern gleichermaßen wirksam ist.