Körperliche Aktivität sollte ein wichtiger Bestandteil der Therapie von COPD-Patienten sein. Ein US-amerikanisches Team von Wissenschaftlern an der Harvard Medical School hat die Versicherungsdaten von über 2000 COPD-Patienten unter die Lupe genommen. Diese waren aufgrund ihrer Erkrankung ins Krankenhaus eingeliefert worden. Die Mediziner verfolgten den Krankheitsverlauf im darauffolgenden Jahr und verglichen diesen mit den Angaben, die die Patienten zu ihrer körperlichen Aktivität machten.

Bewegung erhöht die Überlebenschancen

Aufgrund dieser Daten kamen sie zu dem Ergebnis, dass für Patienten, die sich mäßig bis stark bewegten, das Risiko in den darauffolgenden 12 Monaten, an ihrer Erkrankung zu sterben, im Vergleich zu inaktiven Betroffenen um 47 Prozent sank. Aber auch schon leichte körperliche Bewegung reduzierte das Sterberisiko um 28 Prozent, berichten die Forscher in der Fachzeitschrift "ERJ Open Research".

Die Forscher konnten auf Basis der Beobachtungsstudie Ursache und Wirkung zwar nicht überprüfen. Dennoch ziehen sie wichtige Rückschlüsse für die Praxis aus der Untersuchung. So legen die Ergebnisse nahe, dass Ärzte ihre Patienten gezielt nach ihrer körperlichen Aktivität befragen sollten, um den Krankheitsverlauf besser abschätzen zu können. Außerdem sollte körperliche Bewegung ein fester Bestandteil der Behandlung sein