Im Vergleich zu Fettdepots in anderen Körperpartien bildet Bauchfett besonders viele Entzündungsstoffe, die beispielsweise die Gefäße schädigen können.

Eine aktuelle Studie zeigt, dass auch die Lunge leidet. Forscher der Universität Regensburg untersuchten die Zusammenhänge zwischen der COPD und dem Hüft- und Taillenumfang sowie der Sportlichkeit der Probanden. Dazu werteten sie die Daten von mehr als 113.000 Menschen zwischen 50 und 70 Jahren aus, bei denen zu Studienbeginn keine COPD-Diagnose vorlag.

Im Beobachtungszeitraum zwischen 1996 und 2006 entwickelten 3.648 von ihnen COPD. Wer einen größeren Bauchumfang hatte, erkrankte mit einer um 72 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit. Für Frauen bedeutet das einen Bauchumfang von 110 Zentimetern oder mehr, für Männer 118 Zentimeter oder mehr. Besonders traf das auf Teilnehmer zu, die sich wenig bewegten. Umgekehrt konnten auch Menschen mit einem größeren Bauchumfang ihr COPD-Risiko um fast 30 Prozent senken, wenn sie mindestens fünfmal wöchentlich körperlich aktiv waren.