Das Lungenemphysem beruht auf einer Zerstörung der Lungenbläschen. Die Betroffenen können die verbrauchte Luft im geschädigten Lungenbereich nicht mehr richtig abatmen. Das hat eine Überblähung zur Folge: Der Lungenbereich wird immer größer, kann seine Funktion aber immer weniger erfüllen. Das schränkt die Belastbarkeit und die Lebensqualität der Patienten und Patientinnen stark ein.

Seit einigen Jahren ist es Medizinern möglich, sogenannte Bronchusventile zu implantieren. Die eingesetzten Ventile oder Spiralen (Coils) entlüften und verkleinern den betroffenen Lungenlappen und verschaffen den Betroffenen wieder Luft. Patienten mit einem fortgeschrittenen Lungenemphysem setzen deshalb große Hoffnungen in das Verfahren, das auch als endoskopische Lungenvolumenreduktion (ELVR) bezeichnet wird.

Laut einer neuen Studie niederländischer Wissenschaftler eignet sich die ELVR jedoch nicht für alle Betroffenen gleichermaßen. So darf zwischen dem geschädigten und dem benachbarten Lungenlappen keine Verbindung bestehen. Nur so kann ausgeschlossen werden, dass Luft von dem einen in das andere Lungenareal gelangt. Durch eine Bronchoskopie können Ärzte vorab prüfen, ob solche Querverbindungen zwischen den einzelnen Lungenbereichen bestehen und der Patient tatsächlich von Ventilen profitiert.