Die Veränderung des eigenen Lebensstils ist eine große Chance für Patienten mit Typ-2-Diabetes. Sie können den Verlauf der Erkrankung aus eigener Anstrengung heraus verändern und enorm viel für sich und ihre zukünftige Lebensqualität tun.

Stufenplan der Therapie mit Medikamenten

Stufe 1

Der Arzt verordnet zu Beginn der Behandlung immer eine sogenannte Basistherapie: Gewicht reduzieren bei Übergewicht, eine gesunde und ausgewogene Ernährung, körperliche Aktivität und Raucherentwöhnung. So können viele Patienten bereits normale Blutzuckerwerte erreichen.

Stufe 2

Zeigt die Umstellung der Lebensgewohnheiten nach drei bis sechs Monaten keinen Erfolg und die Blutzuckerwerte sind auch weiterhin zu hoch, verordnet der Arzt zusätzlich eine blutzuckersenkende Tablette, ein sogenanntes orales Antidiabetikum.

Stufe 3

Für den Fall, dass ein Medikament nicht ausreicht, um die Blutzuckerwerte zu normalisieren, werden zwei Medikamente kombiniert (Zweifachkombination). Es ist auch eine Therapie mit Insulin möglich, zum Beispiel bei Unverträglichkeiten von Tabletten.

Stufe 4

Betroffene, deren Blutzuckerwerte immer noch nicht im Zielbereich liegen, erhalten eine Therapie mit Insulin und gegebenenfalls anderen Diabetesmedikamenten.

Schlaganfall und Herzinfarkt verhindern

In den meisten Fällen beschränkt sich die Therapie des Typ-2-Diabetes nicht nur auf die Normalisierung des Blutzuckers. Zusätzlich ist oft auch eine Behandlung von Blutdruck, Blutfetten und anderen Risikofaktoren notwendig. Die Behandlung ist besonders wichtig, um Folgeerkrankungen wie einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt zu verhindern.

Ernährung und Gewicht

Durch eine Gewichtsabnahme von fünf bis zehn Kilogramm oder mehr kann der Patient bereits normale Blutzuckerwerte erreichen. Oft reichen schon drei bis fünf Kilogramm aus, um die Blutzuckerwerte zu senken. Wichtig ist, das Gewicht langsam, aber stetig zu reduzieren.

"Eine Radikaldiät verspricht keinen Erfolg", sagt Petra Rudnick vom TK Ärztezentrum. "Für Menschen mit Diabetes können sie sogar gefährlich werden", warnt die Allgemeinmedizinerin. Nach einer Radikaldiät steigt das Gewicht meist sehr rasch wieder an (sogenannter Jo-Jo-Effekt). Oft bringt der Betroffene sogar mehr Pfunde auf die Waage, als vor der Diät. Erfolg verspricht dagegen eine Nahrungsumstellung hin zu ausgewogenen, gesunden Mahlzeiten.

Alkoholkonsum kann gefährlich werden

Alkohol lässt zwar zunächst den Blutzucker ansteigen (da er ja auch ein Zucker ist), hemmt dann aber die Neubildung von Zucker in der Leber und kann das Risiko einer Unterzuckerung erhöhen. Diabetiker sollten deshalb nur moderat  Alkohol trinken und zusätzlich Kohlenhydrate essen.

Gewicht reduzieren

Ärztinnen und Ärzte nutzen den sogenannten Body-Mass-Index (BMI), um das Körpergewicht der Patienten zu bewerten. Übergewichtige Diabetiker mit einem BMI zwischen 27 und 35 kg/m2, sollten etwa 5 Prozent Ihres Gewichts verlieren. Bei stark übergewichtigen Menschen (BMI > 35 kg/m2) wird sogar eine Gewichtabnahme um mehr als 10 Prozent empfohlen. Gemeinsam mit dem Ernährungsberater bespricht der Patient die Umstellung seiner Mahlzeiten und legt die tägliche Kalorienmenge fest. Empfehlenswert ist ein tägliches Energiedefizit von 500 bis 800 Kilokalorien. Dies gelingt am besten durch eine Verringerung der Fettzufuhr. Damit kann der Patient innerhalb von sechs Monaten eine Gewichtsabnahme von fünf bis zehn Prozent seines Ausgangsgewichts erreichen.

Ernährungsberater unterscheiden zwischen einer mäßig kalorienbegrenzten (1200 bis 2000 Kilokalorien täglich) und einer drastisch kalorienreduzierten Ernährung (800 bis 1200 Kilokalorien täglich). Die mäßig kalorienbegrenzte Ernährung besteht aus einer ausgewogenen Mischkost, bei der die Fettzufuhr auf 25 bis 30 Prozent der Kalorien beschränkt ist. Diabetiker können diese Form der Ernährung über einen beliebig langen Zeitraum umsetzen.

Eine drastisch kalorienreduzierte Ernährung richtet sich an stark übergewichtige Menschen mit einem Body-Mass-Index über 30 kg/m2. Sie sollte auf wenige Wochen beschränkt werden, da diese Ernährungsform Risiken birgt: Mangelernährung, Blutdruckabfall, verminderte Leistungsfähigkeit oder Verstopfung können auftreten. Schwere Komplikationen sind zum Beispiel Herzrhythmusstörungen und Nierenversagen.

Bei stark kalorienreduzierter Ernährung ist eine engmaschige ärztliche Kontrolle erforderlich. Eine drastisch kalorienreduzierte Kost sollte in eine mäßig kalorienreduzierte Ernährung übergehen, um das Gewicht langfristig zu halten.

Schon gewusst?

"Spezielle Diabetiker-Produkte oder Diät-Lebensmittel sind bei Diabetes mellitus gar nicht nötig, sagt Petra Rudnick vom TK-Ärztezentrum und ergänzt: Seit einiger Zeit werden diese Lebensmittel aus dem Handel genommen und dürfen nicht mehr mit der speziellen Bezeichnung „zur besonderen Ernährung bei Diabetes mellitus im Rahmen eines Diätplanes“ gekennzeichnet werden."

Bewegung

Körperliche Aktivität ist der Schlüssel für eine gute Insulinwirkung. Bewegung macht die Zellen sensibler für das lebenswichtige Hormon. Es kann seine Wirkung besser entfalten und der Blutzucker sinkt. Bewegung und Sport senkt gleichzeitig auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Dir Aktivitäten müssen noch nicht einmal schweißtreibend sein. Wer zum Beispiel täglich (oder zumindest an fünf Tagen in der Woche) eine halbe Stunde zügig spazieren geht oder zügig Fahrrad fährt, hat seinem Köper bereits sehr viel Gutes getan. Die Insulinempfindlichkeit steigt. Neben dem Blutzucker verbessern sich auch die Blutfette und der Blutdruck.

Wichtig zu wissen:

Die körperliche Aktivität führt nicht immer zu einer Gewichtsabnahme, wenn man nicht gleichzeitig die Ernährung umstellt. Auch wenn die Pfunde nach dem Sport nicht sofort purzeln, stellt sich der positive Effekt gegen die Insulinresistenz auf jeden Fall ein.

Blutzucker durch Medikamente senken

Ärzte verordnen Arzneimittel, wenn eine gesunder Lebensstil allein, den Blutzucker nicht senkt. In der Regel wird der Wirkstoff Metformin verschrieben. Es können jedoch auch mehrere blutzuckersenkende Medikamente miteinander kombiniert werden. Falls erforderlich werden zwei Arzneimittel kombiniert oder eine Insulintherapie ergänzend zu einem Medikament eingesetzt. 

Metformin (Biguanide)

Metformin ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der sogenannten Biguanide. Metformin sorgt unter anderem dafür, dass in der Leber weniger Zucker hergestellt wird. Außerdem verbessert es die Wirkung von Insulin. Der Wirkstoff wird seit Jahrzehnten zur Behandlung von Typ-2- Diabetes eingesetzt. Studien belegen, dass Metformin bei manchen Menschen auch Folgeschäden der Diabeteserkrankung an Herz und Gefäßen, der Netzhaut und an den Nieren verhindern kann. Deshalb gilt Metformin heute als Medikament der ersten Wahl. Ärzte verordnen den Wirkstoff besonders bei übergewichtigen Patienten. Wenn das Therapieziel allein durch Metformin nicht erreicht wurde, kann der Wirkstoff mit anderen blutzuckersenkenden Tabletten oder Insulin kombiniert werden.

Alpha-Glucosidasehemmer

Alpha-Glucosidasehemmer blockieren Eiweißstoffe (Enzyme), die für die Aufspaltung von Zucker aus der Nahrung im Darm wichtig sind. Damit gelangt nach einer Mahlzeit weniger Zucker ins Blut. Diese Arzneimittel werden nur noch selten verschrieben. Sie senken den Blutzucker weniger als andere Wirkstoffe. Zu den Alpha-Glukosidasehemmern gehört auch die Substanz Acarbose.

Sulfonylharnstoffe

Sulfonylharnstoffe bewirken, dass Insulin aus der Bauchspeicheldrüse ins Blut freigesetzt wird und so der Blutzuckerspiegel sinkt. Doch nicht alle Substanzen wirken gleichermaßen. Für die Wirkstoffe Glibenclamid und Gliclazid ist nachgewiesen, dass sie das Risiko für Erkrankungen der kleinen Gefäße verringern. Ähnliche Belege konnten für alle anderen Sulfonylharnstoffe nicht gefunden werden. Glimepirid hat gegenüber Glibenclamid allerdings s den Vorteil des geringeren Risikos lang anhaltender Hypoglykämien.

Sulfonylharnstoffe sind vor allem für Menschen mit Typ-2-Diabetes geeignet, die Metformin nicht vertragen oder einnehmen dürfen. Die Präparate können aber auch in Kombination mit Metformin oder anderen Medikamenten zum Einsatz kommen. Studien weisen darauf hin, dass die Substanz schneller als andere Medikamente seine Wirksamkeit verliert.

Glinide

Glinide verstärken die Insulinproduktion in den Zellen der Bauchspeicheldrüse (zum Beispiel: Repaglininde). Sie wirken ähnlich wie Sulfonylharnstoffe. Allerdings tritt die Wirkung der Glinide schneller ein und ist kürzer. Die Tabletten werden deshalb direkt vor den Hauptmahlzeiten eingenommen. Glinide haben ähnliche Nebenwirkungen wie die Sulfonylharnstoffe. Hinsichtlich des Auftretens von Unterzuckerungen, Gewichtszunahme, Lebensqualität und Therapiezufriedenheit haben sie keinen gesicherten Vorteil gegenüber Vergleichsmedikamenten. Sie sind deshalb als Langzeittherapie des Typ-2-Diabetes nicht vorteilhafter als Sulfonylharnstoffe. Ärzte verschreiben diesen Wirkstoff nur in Ausnahmefällen.

Dipeptidyl-Peptidase-4-(DPP-4)-Hemmer

Dipeptidyl-Peptidase-4-(DPP-4)-Hemmer hemmen das Enzym DPP-4 im Blut, das dafür verantwortlich ist, dass bestimmte Darmhormone frühzeitig im Blut abgebaut und damit unwirksam werden. Als Folge wird die Wirkung der Darmhormone verlängert. Diese tragen dazu bei, dass die Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse Insulin freisetzen und dass weniger Glucagon ausgeschüttet wird. Je nach Wirkstoff können DPP-4-Hemmer alleine oder in Kombination mit anderen blutzuckersenkenden Mitteln eingesetzt werden.

Glitazone

Glitazone machen die Körperzellen für Insulin empfindlicher, wodurch sie wieder mehr Glukose aufnehmen können. Ein anderer Name für diese Medikamente lautet „Thiazolidendione“. Seit 2011 sind nur noch Tabletten mit dem Wirkstoff Pioglitazon erhältlich. Sie werden aber nur in Ausnahmen verschrieben, weil ihre Wirkung nicht ausreichend nachgewiesen ist. Die Kosten für diese  Medikamente werden nur in Ausnahmefällen von der Krankenkasse übernommen.

SGLT2-Hemmer

SGLT2-Hemmer blockieren ein Eiweiß in der Niere, das sogenannte SGLT2, einen Zucker-Transporter. Die Folge ist, dass weniger Zucker aus den Nieren ins Blut gelangt. Es wird mehr Zucker über den Urin ausgeschieden. Bei einer Kombination von SGLT2-Hemmer mit anderen blutzuckersenkenden Substanzen (Insulin, Sulfonylharnstoffe, Glinide), muss die Dosis beachtet werden, um Unterzuckerungen zu vermeiden. In manchen Fällen kommt es durch die Zuckerausscheidung zu Harnwegsinfekten oder Scheidenpilzen. Dies sind limitierende Faktoren für die Therapie.

Insulintherapie und andere injizierbare Medikamente

Beim Diabetes Typ 2 besteht nicht sofort ein Insulinmangel. Das Problem ist vielmehr die Insulinresistenz, das heißt, dass das Insulin im Körper nicht mehr richtig wirkt, weil die Zellen des Körpers nicht ausreichend darauf ansprechen. Mit anderen Worten: Es besteht durch die herabgesetzte Insulin-Wirksamkeit ein relativer, jedoch noch kein absoluter Insulinmangel. Der Insulinspiegel im Blut ist zu diesem Zeitpunkt sogar meist hoch. Die Bauchspeicheldrüse versucht, die Insulinresistenz zu kompensieren, indem sie ganz einfach größere Mengen Insulin herstellt.

Erst nach vielen Jahren ist die Bauchspeicheldrüse erschöpft. Sie produziert immer weniger Insulin bis hin zum völligen Versagen und Untergehen der Zellen. Dann kommt es zum völligen Insulinmangel. Zu diesem Zeitpunkt ist eine alleinige Behandlung mit Tabletten nicht mehr wirksam. Der Arzt verordnet eine Insulintherapie. Ähnlich wie in der Therapie des Typ-1-Diabetes bestehen auch für Typ-2-Diabetiker besondere Therapiekonzepte:

Basal unterstützte orale Therapie (BOT)

Patienten nehmen eine blutzuckersenkende Tablette ein. Zusätzlich wird ein Verzögerungsinsulin vor dem Schlafengehen gespritzt, das erhöhte Blutzuckerwerte am Morgen verhindert.

Konventionelle Insulintherapie (CT)

Der Patient spritzt vor dem Frühstück und vor dem Abendbrot ein Mischinsulin. Wann genau die Spritzen verabreicht werden, wie hoch die Dosis ist und welche Insulinmischung verabreicht wird, legt der Arzt gemeinsam mit dem Patienten fest. Zur Sicherheit sollte zweimal am Tag eine Blutzuckerkontrolle erfolgen. Bei dieser Therapie ist es wichtig, dass der Patient einen geregelten Tagesrhythmus einhält: Ein starres Mahlzeitenschema mit zusätzlichen Zwischenmahlzeiten ist Pflicht.

Supplementäre Insulintherapie (SIT)

Diese Therapie wird empfohlen, wenn häufig Hauptmahlzeiten weggelassen werden, bei stark wechselnder körperlicher Aktivität und einem sehr unregelmäßigem Tagesablauf, zum Beispiel bei häufigen Reisen oder Schichtarbeit. Der Patient wird medikamentös behandelt und spritzt ein kurzwirkendes Insulin normalerweise jeweils zu den Hauptmahlzeiten, um einen Blutzuckeranstieg zu vermeiden.

Was gibt es noch im Therapieprogramm?

GLP-1-Mimetika ahmen die Wirkung eines körpereigenen Darmhormons (Inkretin) nach, welches in der Fachsprache GLP-1 (Glucagon-like Peptid-1) genannt wird. Daher werden sie auch als Inkretin-Mimetika, Inkretin-Analoga oder GLP-1-Analoga bezeichnet. Zu dieser Gruppe gehören die Wirkstoffe Exenatid, Liraglutid und Lixisenatid.

Sie regen die Bauchspeicheldrüse an, mehr Insulin zu bilden und freizusetzen. Zusätzlich blockieren sie die Ausschüttung von Glucagon. Sie verzögern außerdem die Magenentleerung und steigern das Sättigungsgefühl. Da GLP-1 im Körper von speziellen Enzymen sehr rasch abgebaut wird, ist es zur oralen Therapie ungeeignet. Die Patienten müssen GLP-1-Mimetika ebenso wie Insulin unter die Haut spritzen.

Operation gegen Übergewicht

Massives Übergewicht mit einem Body-Mass-Index (BMI) von 40 kg/m2 führt zu einer geringen Lebenserwartung und zu einer starken Beeinträchtigung der Lebensqualität. Eine Ernährungstherapie und körperliche Bewegung erreichen oft keine zufriedenstellende Gewichtsreduktion. Nach Ausschöpfung dieser Behandlungsmöglichkeiten zieht der Arzt gemeinsam mit dem Patienten eine chirurgische Behandlung des Übergewichts in Betracht.

Chirurgische Eingriffe verfolgen das Ziel, den Magen zu verkleinern, um damit die Aufnahme fester Kost einzuschränken. Da jedoch eine Kalorienaufnahme in flüssiger Form weiterhin erfolgen kann, setzen auch diese Methoden eine Mitarbeit der Patienten voraus.

Magenband

Eine der bevorzugten Methoden ist heute ein Verfahren, bei dem mit minimalinvasiver Technik ein anpassbares Magenband eingesetzt wird. Hierbei legt der Arzt ein Band um den Mageneingang und schnürt damit einen kleinen Vormagen (Pouch) ab. Das Band ist in Wirklichkeit eine Art Schlauch und wirkt wie ein Gürtel.  Durch Einbringen von Flüssigkeit über einen im Unterhautgewebe liegenden Port kann der Durchlass enger geschnürrt, durch Abziehen der Flüssigkeit erweitert werden. So lässt sich der Durchlass individuell anpassen.

Schlauchmagen

Ein weiteres Verfahren ist die Bildung eines Schlauchmagens (Sleeve-Gastrektomie). Dabei trennt der Chirurg einen großen Teil des Magens ab und entfernt ihn. Zurück bleibt ein schlauchförmiger Restmagen mit verminderter Speicherkapazität. In der Regel wird dieser Eingriff mit Verfahren, die die Verdauung im Dünndarm beeinflussen, kombiniert.

Biliopankreatische Diversion (BPD) und Magenbypass

Bei der biliopankreatischen Diversion (BPD) entfernt der Chirurg ebenfalls einen großen Teil des Magens. Zusätzlich trennt er einen Teil des Dünndarms ab, entfernt ihn aber nicht, sondern schließt ihn weiter unten wieder an, sodass die Verdauungssäfte aus der Bauchspeicheldrüse erst später in den Darm gelangen. Auf diese Weise bleibt ein Teil der Nahrung unverdaut, und dem Körper wird weniger Energie zugeführt.

Auch beim Magenbypass verkleinert der Chirurg sowohl den Magen als auch die Aufnahmefläche des Darmes. Mit der biliopankreatischen Diversion oder einem Magenbypass ist eine besonders gute Gewichtsabnahme möglich. Beide Verfahren sind jedoch komplizierte Eingriffe und werden nur in besonders schweren Fällen umgesetzt (BMI von 50 kg/m2 oder mehr). Übergewichtige Patienten sollten sich vor einem Eingriff ausführlich über mögliche Risiken und die Erfolgsaussichten der Operation beraten lassen.