Demzufolge leiden aktuell über 387 Millionen Menschen auf der Welt an der Zuckerkrankheit. Damit ist die Zahl der Diabetes-Fälle in den vergangenen 25 Jahren um mehr als das Zehnfache angestiegen. Bis zum Jahr 2035 wird mit einer weiteren Erhöhung auf 592 Millionen Betroffene gerechnet.

Die Regionen mit den meisten Diabetes-Fällen pro Einwohnerzahl, bezogen auf die erwachsene Bevölkerung (Alter: 20 bis 79 Jahre), sind:

  • Der Nahe Osten und Nordafrika mit einer Diabetes-Häufigkeit von 12,5 Prozent
  • Nord-Amerika und Karibik mit einer Diabetes-Häufigkeit von 11,1 Prozent und die Westpazifik-Region mit einer Diabetes-Häufigkeit von 10,1 Prozent.

In der Westpazifik-Region sind 138 Millionen Erwachsene an Diabetes erkrankt, das ist die höchste Anzahl von allen Regionen. Schätzungen zufolge beträgt die Diabetesrate unter Erwachsenen weltweit 8,3 Prozent. In Europa beträgt die Diabetes-Häufigkeit 6,7 Prozent.

In absoluten Zahlen leben die meisten Diabetiker zurzeit in China mit 92,3 Millionen Erkrankten, gefolgt von Indien mit geschätzten 63 Millionen Fällen. Auf Platz drei liegen die USA mit rund 24 Millionen Betroffenen.

Die größte Zunahme an Diabeteserkrankungen wird zurzeit in den Schwellen- und Entwicklungsländern beobachtet und betrifft vor allem den Typ-2-Diabetes. Auch die Zahl der Typ-1-Diabetiker stieg an.

Einige Fakten:

  • Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben jährlich weltweit rund 4,6 Millionen Menschen an den Folgen einer Diabeteserkrankung.
  • Diabetes ist die viert- oder fünfthäufigste Todesursache in den Ländern mit hohem Einkommen. Alle sieben Sekunden stirbt ein Mensch an den Folgen des Diabetes. 

Daten aus Deutschland

In Deutschland liegt die aktuelle Zahl der bekannten Diabetesfälle nach Informationen des Deutschen Gesundheitsberichts Diabetes 2015 bei etwa sechs Millionen Menschen und einer Dunkelziffer. Über 90 Prozent leiden laut des Berichts an einem Typ-2-Diabetes, 300.000 bis 400.000 an Typ-1-Diabetes - davon 25.000 Kinder.

Im Alter zwischen 40 und 59 Jahren sind zwischen vier und zehn Prozent der deutschen Männer und Frauen an Diabetes erkrankt, bei den Menschen im Alter von 60 Jahren und darüber sind es zwischen 18 und 28 Prozent.

Hinzu kommt die Zahl der bisher nicht bekannten Diabetiker (Dunkelziffer), die auf circa 50 Prozent geschätzt wird. Dies würde bedeuten, dass es in Deutschland derzeit bereits neun Millionen Diabetes-Erkrankte gibt.

In der bundesweit angelegten Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS 1) des Robert-Koch-Instituts (RKI) gaben 7,2 Prozent der Bevölkerung zwischen 18 und 79 Jahren an, dass bei ihnen ein ärztlich diagnostizierter Typ-2-Diabetes vorliegt. 

Die erhebliche Zunahme der Erkrankungszahlen wird vor allem auf folgende Faktoren zurückgeführt:

  • Die drastische Zunahme von Übergewicht
  • Der vermehrte Konsum von Junk Food beziehungsweise von Nahrungsmitteln mit geringem Nährwert (leere Kalorien) und hohem Fettanteil
  • Immer weniger körperliche Bewegung. Laut Umfrage-Ergebnissen treibt etwa ein Drittel der Erwachsenen in Deutschland überhaupt keinen Sport. Nur etwa jeder fünfte Deutsche ist - wie empfohlen - mindestens fünfmal pro Woche eine halbe Stunde körperlich aktiv. Es gibt mittlerweile eine Vielzahl wissenschaftlicher Studien, die belegen, dass regelmäßige Bewegung das Risiko für Typ-2-Diabetes, Diabetes-Folgeerkrankungen und Herz-Kreislauf-Komplikationen deutlich senken kann.
  • Der allgemeine Anstieg der Lebenserwartung