Dies gilt in besonderem Maße für Diabetiker, die Insulin spritzen. An folgende Utensilien ist zu denken:

  • Spritzen beziehungsweise Insulin-Pen
  • Für Pen-Benutzer, falls der Pen versagt: U 100 Insulin-Spritzen
  • Genügend Insulin beziehungsweise Tabletten
  • Blutzucker-Messgerät und passende Ersatzbatterien
  • Blutzucker- und Keton-Teststreifen
  • Alkoholtupfer und Kanülen
  • Traubenzucker
  • Glukagon-Spritze gegen schwere Unterzuckerungen
  • Eine spezielle Tasche, in der das Insulin kühl gehalten wird
  • Ein mehrsprachiger Diabetiker-Ausweis
  • Bescheinigung des Arztes in englischer Sprache, dass die benötigten Medikamente für den eigenen Bedarf bestimmt sind (für den Zoll relevant)

Vorab sollte man sich bei der Fluggesellschaft nach den aktuellen Sicherheitsbestimmungen erkundigen.

Beim Hersteller Ihres Medikaments können Sie sich erkundigen, ob und unter welchem Namen das Präparat im Reiseland zu bekommen ist. Im Notfall bekommen Sie so schnell Ersatz.

In jedem Falle sollte vor Beginn einer längeren Reise der Rat des behandelnden Arztes eingeholt werden. Klimaveränderungen und eventuelle Ernährungsumstellungen können gesundheitliche Probleme verursachen. Sehr wichtig ist es, sich frühzeitig, spätestens vier bis sechs Wochen vor Reiseantritt, über Impfungen zu informieren, da Erkrankungen zu schweren Stoffwechselentgleisungen führen können. 

Reisen mit Auto, Bahn oder Flugzeug innerhalb einer Zeitzone stellen kein besonderes Problem für Personen mit Diabetes dar. Bei Flugreisen in andere Zeitzonen sollte man sich bei Behandlung mit intensivierter oder konventioneller Insulintherapie auf die Ortszeit des Landes einstellen. Die nächsten Injektionen von Langzeit- oder Mischinsulin sollte man danach ausrichten.

Bei Reisen nach Westen wird der Tag länger und man braucht mehr Insulin. In diesen Fällen lässt sich mit zusätzlichen Mahlzeiten und kurzwirkendem Insulin die Zeit bis zum Schlafengehen oder Abendessen überbrücken. Patienten, die sich sonst mit Mischinsulin behandeln, sollten für diesen Zweck kurzwirkendes Insulin mit sich führen. Bei Reisen nach Osten wird der Tag kürzer und die Dosis ist zu senken. Eingenommene Mahlzeiten sollten mit kurzwirkendem Insulin abgedeckt werden. Die Dosis des Mischinsulins zum Abendessen oder des Langzeitinsulins zum Schlafengehen kann je nach Blutzuckerverlauf eventuell leicht reduziert werden, da die Injektionszeiten durch die Zeitverschiebung enger zusammenliegen.

Bei Behandlung mit Tabletten sollte vor der Reise geklärt werden, wie die gewonnene oder verlorene Zeit überbrückt werden kann. Bitte lassen Sie sich diesbezüglich von Ihrem behandelnden Arzt beraten.