Typische Diabetes-Symptome, wie zum Beispiel starker Durst und häufiges Wasserlassen, sind in der Regel nicht vorhanden. Um die Erkrankung rechtzeitig zu erkennen, erfolgen Untersuchungen auf das Vorliegen eines Diabetes bei jeder schwangeren Frau in der Regel in der 25. bis 28. Schwangerschaftswoche und bei erhöhtem Risiko sogar noch früher, das heißt vor der 25. Schwangerschaftswoche.

Risikofaktoren sind unter anderem ein Alter ab 45 Jahren, starkes Übergewicht, Diabetes während einer früheren Schwangerschaft und/oder Diabetes in der Familie, Bluthochdruck und die Geburt eines über 4,5 kg schweren Kindes. Es ist unbedingt erforderlich, den Schwangerschaftsdiabetes zu behandeln, da ansonsten für die Mutter und das Kind ernsthafte Gefahren drohen.

Unter anderem kann ein nicht behandelter Schwangerschaftsdiabetes zu einer starken Zunahme der Fruchtwassermenge (Hydramnion), zu einem abnormen Größenwachstum des Kindes (Makrosomie) und zu Entwicklungsverzögerungen (vor allem bei der Lungenreifung) führen.

Außerdem besteht bei einem un- oder nicht ausreichend behandelten Schwangerschaftsdiabetes ein erhöhtes Risiko für Früh- und Totgeburten.