Neben erblichen und ernährungsabhängigen Faktoren werden immer wieder auch Virusinfektionen als mögliche Ursache diskutiert. Forscher des Instituts für Diabetesforschung (IDF) am Helmholtz Zentrum München haben die Gesundheitsdaten von fast 300.000 Kindern, die zwischen 2005 und 2007 in Bayern geboren wurden, auf eben diesen Zusammenhang hin ausgewertet und sind fündig geworden.

Signifikant höheres Risiko

Die Zusammenhänge fasst PD Dr. Andreas Beyerlein so zusammen: "Unsere Ergebnisse zeigen, dass virale Atemwegserkrankungen innerhalb der ersten sechs Lebensmonate das Risiko für Kinder, an Typ-1-Diabetes zu erkranken, signifikant erhöhen."

Infektionen, die später oder an anderen Organen auftraten, waren hingegen nicht mit einem deutlich höheren Risiko verbunden. Für die Forscher ist diese Erkenntnis ein weiterer Baustein auf dem Weg, die Entstehung von Typ-1-Diabetes zu verstehen, bei der das Zusammenspiel von Genetik und Umweltfaktoren noch weitgehend unklar ist.