Sich gesund zu ernähren ist nicht immer einfach. Das liegt nicht nur daran, dass gesunde Ernährung ein gewisses Maß an Disziplin erfordert. Auch die finanzielle Situation kann es schwierig machen, im Supermarkt zu frischen Lebensmitteln zu greifen. 

Fertignahrungsmittel wie Süßigkeiten und Snacks sind häufig günstiger als Obst und Gemüse. Das trägt dazu bei, dass Übergewicht häufiger bei einkommensschwachen Menschen zum Problem wird. Das Wort "Wohlstanderkrankung" hat in diesem Kontext einen bitteren Beigeschmack. Dennoch fallen Krankheiten wie Diabetes Typ 2 in diese Rubrik und können als Folge von Übergewicht auftreten. 

Ein Ampelsystem könnte die Verhältnisse umkehren

Auch wer ein geringes Einkommen hat, sollte die Möglichkeit haben, sich gesund und ausgewogen zu ernähren. Deshalb fordern Experten, dass sich an der Marktsituation im Lebensmittelbereich etwas ändert. Als vielversprechend zeigte sich hier das System "Ampel Plus". In ihm erhielte jedes Nahrungsmittel eine der drei Ampelfarben: rot, gelb oder grün. 

Die jeweilige Farbe entscheidet, wie hoch der Steuersatz auf ein Produkt ist. Die ungesündesten Lebensmittel mit der Farbe rot erhielten einen Steuersatz in Höhe von 19 Prozent, auf grüne entfiele er komplett. Der Steuersatz für Süßgetränke könnte auf bis zu 29 Prozent steigen, da sie häufig einen besonders negativen Einfluss auf die Gesundheit nehmen.

Ein solches System verspricht viele Vorteile, ist bisher aber noch Zukunftsmusik. Deshalb lohnt es sich, einen genauen Blick auf die Produkte im Einkaufskorbs zu werfen. 

Den Einkauf planen, Preise vergleichen

Wer sparsam leben muss, aber dennoch nicht auf eine gesunde Ernährung verzichten will, kann einige Tipps befolgen: Es lohnt sich, jeden Einkauf vorab zu planen und in verschiedenen Läden die Preise zu vergleichen. Discounter sind günstiger als Supermärkte und bieten mittlerweile häufig ebenfalls ein breites Sortiment an frischen Lebensmitteln. 

Wer bei frischem Obst und Gemüse Geld sparen möchte, kann zur Ware im Angebot greifen. Das gewährleistet oftmals auch, abwechslungsreicher einzukaufen und zu kochen. Abgepackte Grundnahrungsmittel wie Mehl, Haferflocken oder Hülsenfrüchte sind in größeren Gebinden häufig günstiger. Wer seinen Flüssigkeitsbedarf außerdem mit Wasser aus dem Hahn deckt anstatt süße Softdrinks zu kaufen, spart Geld und viele ungesunde Kalorien.

Reste verwerten statt wegschmeißen

In deutschen Haushalten wandert rund ein Drittel der eingekauften Nahrungsmittel in den Abfall. Das Geld, das man für diese weggeworfenen Lebensmittel ausgegeben hat, hätte man sicher besser verwenden können. Deshalb ist es sinnvoll, das eigene Einkaufsverhalten genauer unter die Lupe zu nehmen und festzustellen, welche Produkte man tatsächlich isst und welche häufiger verderben.

Vor allem bei frischen Nahrungsmitteln ist es ratsam, sie nicht nur einmal wöchentlich oder auf Vorrat einzukaufen. Häufig halten sie sich nur begrenzte Zeit und sind für das geplante Essen am Wochenende schon nicht mehr geeignet.