Ob sie bei der Bergrettung, der Drogenfahndung oder auf der Trüffeljagd im Einsatz sind: Dem hervorragenden Geruchssinns des Hundes verdanken wir vieles.

Wie gut ihr Riecher ist, zeigen Hunde auch im Umgang mit Diabetikern. Forscher vermuten, dass Hundenasen empfindlich auf den chemischen Stoff Isopren reagieren. Dessen Konzentration nimmt in der Atemluft zu, wenn Patienten eine Unterzuckerung droht. Entsprechend ausgebildete Hunde schlagen dann Alarm, sodass der Diabetiker rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergreifen kann.


In Großbritannien bildet die Stiftung "Medical Detection Dogs" Hunde für Diabetiker aus. 2015 erhielten die Verantwortlichen dafür den "Quality in Care in Diabetes"-Preis. Auch in Deutschland werden Diabetikerwarnhunde ausgebildet. Die Kosten für die Ausbildung des eigenen Hundes oder die Anschaffung eines ausgebildeten Tieres müssen Patienten selbst tragen.

Nicht für alle sinnvoll

Sinnvoll ist ein Hund ohnehin nur für solche Menschen mit Diabetes, die mit einem extrem schwankenden Blutzuckerspiegel kämpfen, aber keine Symptome wie Kopfschmerzen oder Müdigkeit verspüren. Weniger sensibel reagiert das körpereigene Alarmsystem, wenn es häufiger zu Unterzuckerung kommt oder ein Diabetes schon lange besteht.