Wer raucht, erhöht sein Risiko für Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie die Wahrscheinlichkeit, an Diabetes zu erkranken.

Ein stoffwechselgesunder Raucher hat ein doppelt so hohes Risiko, einen Typ-2-Diabetes zu entwickeln wie Nichtraucher. Studien zeigen, dass vor allem Männer ab dem 40. Lebensjahr besonders stark betroffen sind. Es gibt Hinweise darauf, dass Rauchen die Empfindlichkeit der Körperzellen gegenüber Insulin senkt und somit die Insulinresistenz begünstigt.

Für Menschen mit bereits bestehendem Diabetes ist Rauchen noch gefährlicher, da ihr Herz-Kreislauf-System durch die vielen Giftstoffe der Zigarette zusätzlich belastet wird.

Für Menschen mit Diabetes Typ 1 oder Typ 2, die rauchen, steigt die Gefahr für Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt, Raucherbein, Schlaganfall und Durchblutungsstörungen in Auge und Niere. "Da bei ihnen häufig der Blutzuckerspiegel erhöht ist, haben sie von vornherein ein größeres Risiko für Gefäßerkrankungen als Gesunde. Zigarettenkonsum verstärkt dies noch", erklärt Dr. Jens Kröger, niedergelassener Diabetologe aus Hamburg-Bergedorf und Vorstandsvorsitzender von diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe.