Wie gesund sind Smoot­hies wirk­lich?

Untersuchungen zeigen, wie gesund pürierte Fruchtsäfte wirklich sind. 

Seit einigen Jahren schon macht sich das Obst im wahrsten Sinne des Wortes dünn. Statt geschnitten nehmen wir es gern in pürierter Form als Smoothie zu uns. Lecker sind sie und praktisch zum Mitnehmen. Aber sind sie wirklich so gesund, wie wir meinen? Fakt ist, Smoothies und die flüssigere Variante des Fruchtsafts sind in den meisten Fällen wahre Zuckerbomben, auch wenn sie mit der Aufschrift "100 Prozent Frucht" oder "Mit viel Vitamin C" Gesundheitsbewusste zum Kauf animieren. Vielfach versüßt zugesetzter Zucker die Produkte zusätzlich.

Wissenschaftler der Universität in Liverpool haben das Angebot britischer Supermärkte ins Visier genommen. Sie haben 200 Fruchtsäfte und -smoothies auf ihren Zuckergehalt hin untersucht und befanden ihn als viel zu hoch. Reiner Fruchtsaft enthielt mit 10,7 Gramm pro 100 Milliliter im Schnitt doppelt so viel Zucker wie Fruchtsaft aus Konzentrat. In Smoothies verbargen sich im Schnitt sogar 13 Gramm Zucker. Neben dem hohen Zuckergehalt äußerten sich die Forscher kritisch darüber, dass die Werbung der Produkte insbesondere auf Kinder zugeschnitten sei. Bunte Verpackungen und den Kindern bekannte Figuren animierten zum Kauf.

Besser wäre es laut den Wissenschaftlern, Früchte als Stück bzw. geschnitten zu sich zu nehmen und nicht als Getränk. Im Unterschied zur flüssigen Form enthielten ganze Früchte Ballaststoffe, die ein Sättigungsgefühl erzeugten. Das sei bei Säften nicht der Fall. Die Forscher raten den Eltern, Säfte für ihre Kinder auf jeden Fall mit Wasser zu verdünnen.