Das ist damit zu begründen, dass sowohl der Zyklus als auch der Zuckerhaushalt durch Hormone gesteuert werden. Diese beeinflussen sich gegenseitig: Mit der schwankenden Konzentration an weiblichen Geschlechtshormonen im Blut kommen auch die Blutzuckerwerte ins Wanken.

Wenn die Eierstöcke in der Mitte des Zyklus vermehrt Progesteron produzieren, wirkt sich das unter Umständen auf die Insulinempfindlichkeit der Körperzellen aus. Wie sehr das der Fall ist, ist von Frau zu Frau unterschiedlich. Konsequentes Blutzuckermessen in der zweiten Zyklushälfte bringt hier Klarheit. Kurz vor der Regelblutung sind einige Frauen sehr gereizt, schlafen schlecht und klagen über Kopfschmerzen. Diesen Zustand bezeichnen Mediziner auch als prämenstruelles Syndrom und erklären es mit einem Hormonungleichgewicht beziehungsweise mit einer vermehrten Ausschüttung an Stresshormonen. Letzteres beeinflusst den Blutzucker ebenfalls.

Nicht jede Frau nimmt die beschriebenen Schwankungen wahr. Ein Blutzuckerprotokoll hilft an dieser Stelle, Unregelmäßigkeiten zu erkennen und zu behandeln. Zusammen mit dem Arzt können Patientinnen auf Basis ihrer Aufzeichnungen die Therapie individuell planen.