Die Blutzuckerspiegel klettern langsam und schleichend in die Höhe, ohne dass die Betroffenen sich beeinträchtigt oder krank fühlen. Daher wird diese Diabetesform oft erst nach jahrelangem Verlauf und auch dann häufig nur zufällig entdeckt. Allerdings können unspezifische Symptome wie zum Beispiel allgemeine Abgeschlagenheit, Müdigkeit und Leistungsminderung auftreten.

Auch immer wiederkehrende Harnwegsinfekte oder schlecht verheilende Wunden sind mögliche Vorboten oder Begleitphänomene eines erhöhten Blutzuckerspiegels. Operationen oder schwere Infektionen, die für den Körper eine Stress-Situation bedeuten, können einen schlummernden Typ-2-Diabetes zum Ausbruch bringen.

Die Stoffwechselsituation des Typ-2-Diabetikers ist in der Regel stabiler als beim Typ-1-Diabetes. Das diabetische Koma kommt hier nur sehr selten vor. Ebenfalls selten, allerdings typisch für den Typ-2-Diabetes, ist das sogenannte hyperosmolare Koma.

Bei extrem hohen Blutzuckerspiegeln scheiden die Nieren so hohe Wassermengen aus, dass sich der Flüssigkeitsverlust durch Trinken allein nicht mehr ausgleichen lässt. Dieser Zustand macht sich schleichend bemerkbar durch Appetitlosigkeit, Durst, Austrocknung des Körpers, Schwächegefühl und Kollapsneigung. Wird nicht rechtzeitig behandelt, kann es schließlich zu einem Kreislaufzusammenbruch kommen, bei dem der Betroffene das Bewusstsein verliert (Koma).

Die Mehrzahl der Typ-2-Diabetes-Erkrankungen entwickelt sich im Rahmen des sogenannten Wohlstandssyndroms (= metabolisches Syndrom). Dieses ist durch Übergewicht (vor allem im Bauchbereich), Fettstoffwechselstörungen, Bluthochdruck und vermindertes Ansprechen des Körpers auf Insulin (Insulinresistenz) gekennzeichnet. Wichtig zu wissen: Der Typ-2-Diabetes ist kein Schicksal, das einen irgendwann trifft. Die Erkrankung entwickelt sich in der Regel aufgrund langjährig bestehender Risiken. Einige dieser Risiken (zum Beispiel Bewegungsarmut und falsche Ernährung) lassen sich oft durch sehr einfache Maßnahmen wirksam beeinflussen.

Symptome

Der Beginn des Typ-2-Diabetes verläuft meist schleichend und kann anfangs beschwerdefrei sein. Allgemeine Symptome wie

  • vermehrter Durst,
  • schlechtes Allgemeinbefinden,
  • erhöhte Infektanfälligkeit,
  • Juckreiz,
  • leichte Ermüdbarkeit,
  • Schwindel
  • werden dabei oft fehlgedeutet. Trotzdem können zu diesem Zeitpunkt bereits schwerwiegende Folgeschäden (zum Beispiel an Herz, Nieren, Augen, Gefäßen und Nerven) entstanden sein. Vor allem die Begleit- und Folgeerkrankungen beeinträchtigen das Wohlbefinden der Patienten.