Diabetes mellitus (aus dem Griechischen: honigsüßer Durchfluss) ist eine chronische Stoffwechselerkrankung mit unterschiedlichen Ursachen. Bei Diabetes ist aufgrund der gestörten Aufnahme von Glukose (Zucker) in die Körperzellen der Blutzuckerspiegel zu hoch. Dieser beträgt normalerweise im Nüchternzustand weniger als 100 mg/dl und steigt nach dem Essen auf höchstens 140 mg/dl an.

Höhere Blutzuckerwerte deuten darauf hin, dass der Zucker nicht in ausreichendem Maße in die Körperzellen aufgenommen werden kann. Ein zu spät erkannter oder unzureichend eingestellter Diabetes ist grundsätzlich mit dem Risiko für schwere Begleit- und Folgeerkrankungen verbunden.

Unterschieden werden im Wesentlichen zwei Formen von Diabetes mellitus: der wesentlich seltenere Typ-1-Diabetes und der viel häufigere Typ-2-Diabetes. Mit einem Anteil von über 90 Prozent sind die meisten Menschen an einem Typ-2-Diabetes erkrankt.

Der Typ-1-Diabetes ist durch einen Verlust der insulinproduzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse bedingt. Die Folge: Dem Körper steht nur noch wenig bis gar kein eigenes Insulin zur Verfügung.

Der Typ-2-Diabetes hat ganz andere Ursachen. Hier produziert der Körper zumindest in der Anfangsphase noch viel Insulin. Allerdings ist die Empfindlichkeit der Körperzellen auf das Hormon herabgesetzt, man spricht von einer Insulinresistenz. Die Folge: Das lebenswichtige Insulin reicht nicht mehr aus, um den erhöhten Bedarf zu decken. Es liegt also ein relativer Insulinmangel vor.

Von einem Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes) spricht man, wenn die erhöhten Blutzuckerwerte erstmals während einer Schwangerschaft auftreten oder entdeckt werden. Etwa vier Prozent aller Schwangeren in Deutschland entwickeln einen Schwangerschaftsdiabetes. Unbehandelt birgt dieser erhebliche Gesundheitsrisiken für die Mutter und das ungeborene Kind.
In den meisten Fällen verschwindet der Schwangerschaftsdiabetes nach der Geburt von selbst. Allerdings besteht für Frauen mit Gestationsdiabetes ein deutlich erhöhtes Risiko, innerhalb der nächsten Jahre einen definitiven Diabetes zu entwickeln. Das betrifft etwa 35 bis 60 Prozent aller Patientinnen mit Schwangerschaftsdiabetes in den auf die Schwangerschaft folgenden zehn Jahren.

Außerdem gibt es noch einige seltenere Diabetesformen, die durch Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse, durch andere Krankheiten oder bei bestimmten genetischen Störungen auftreten. Auch manche Medikamente, insbesondere Kortison, können an der Entstehung eines Diabetes beteiligt sein.

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