Laufveranstaltungen sind im Trend. Aktionen, in denen Untrainierte in kurzer Zeit für längere Läufe fit gemacht werden, erhalten in der Öffentlichkeit viel Aufmerksamkeit. Es gibt sogar einzelne Fälle, in denen Menschen mit KHK, zum Beispiel nach einem Herzinfarkt, noch einmal einen Marathonlauf bewältigten.

Um sich nicht selbst zu gefährden, ist dabei die ärztliche Begleitung besonders wichtig. Nur wenn die KHK stabil, die Belastbarkeit im Belastungs-EKG relativ hoch und die Lunge gesund ist, sollte das Risiko überhaupt erwogen werden. Dann gelten bei Lauftraining und Wettkampf dieselben Regeln wie für andere wenig trainierte Menschen, zum Beispiel:

  • Bereiten Sie sich ausreichend, als Laufanfänger also mindestens zwei Jahre lang, für längere Läufe wie beispielsweise einen Halbmarathon vor.
  • In den letzten drei Monaten vor dem Start sollten Sie mindestens 30 bis 40 Kilometer über die Woche verteilt laufen, dazu Gymnastik machen.
  • Vier Wochen vor dem Lauf sollten Sie mindestens zwei Drittel der angestrebten Strecke beschwerdefrei ohne Pause laufen können.
  • Machen Sie keine Zwischen- und Endspurts, eher zwischendurch und am Ende langsam gehen.
  • Starten Sie nicht bei Fieber, Unwohlsein, extremer Hitze, praller Sonne und hoher Luftfeuchtigkeit.
  • Trinken Sie rechtzeitig, lassen Sie bei relativ warmem Wetter keine Verpflegungsstation aus.
  • Brechen Sie sofort ab, wenn Sie Beschwerden im Herz-Kreislauf- oder auch Magen-Darm-Bereich haben.