Bluthochdruck schädigt und verletzt die Gefäßinnenwände. In diesen winzigen Wunden lagern sich Blutfette wie Cholesterin und Kalk ab. Der Innenraum der Gefäße verkleinert sich und die Arterienwände versteifen. Das hindert zunehmend den Blutfluss, sodass Sauerstoff und Nährstoffe nicht mehr ausreichend zu den lebenswichtigen Organen wie Herz, Nieren und Gehirn gelangen.

Infografik: Aterienverkalkung
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Dieser als Arterienverkalkung (Arteriosklerose) bezeichnete Prozess führt zu Folgeerkrankungen in den Organen. Bluthochdruck in Kombination mit den Risikofaktoren wie Rauchen, erhöhte Blutfette oder Diabetes (Zuckerkrankheit) potenziert die Gefahr.

Die Folgen hoher Blutdruckwerte

A - Gehirn

Verkalken Gefäße, die das Gehirn mit Sauerstoff versorgen, ist eine ausreichende Blutzufuhr nicht mehr gewährleistet. Das Gehirn fährt seine Leistung runter.

Verschließt ein Blutgerinnsel, eines der hirnversorgenden Gefäße wie ein Korken, kommt es zum Schlaganfall.  Die Bereiche im Gehirn erhalten nicht mehr genug Sauerstoff und erleiden damit in kurzer Zeit einen oft bleibenden Schaden. Die Folgen sind z.B. die Lähmung einer Körperhälfte, Sprachstörungen und andere schwere Behinderungen.

B - Augen

Ein erhöhter Blutdruck schädigt die kleinen Gefäße im Auge und vermindert die Durchblutung des Augennerv und der Netzhaut. Schwere Beeinträchtigungen des Sehvermögens können die Folge sein.

Infografik: Folgen von Bluthochdruck
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C - Arterienverkalkung in den Beinen

Auch die Beine sind von einer Arterienverkalkung betroffen. Verengte Gefäße reduzierten die Blutzufuhr in den unteren Gliedmaßen. Die Folge sind Schmerzen beim Gehen, Laufen und Treppensteigen.

Betroffene legen schon auf kurzen Strecken kleine Pausen ein, deshalb heißt die Erkrankung auch Schaufensterkrankheit. Fachleute sprechen dagegen von einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit. Die verminderte Durchblutung schädigt dauerhaft das Gewebe der Beine.

In einem fortgeschrittenen Stadium treten die Schmerzen bereits im Ruhezustand auf und Gewebe stirbt ab, sodass eine Amputation notwendig werden kann.

D - Herz

Der Kraftaufwand des Herzens - um einen hohen Blutdruck zu erzeugen - führt mit der Zeit zu einer vergrößerten linken Herzhälfte, die das sauerstoffreiche Blut in die Arterien pumpen muss. Anders als bei einem trainierten Oberarm, bei dem ein Muskelwachstum durchaus erwünscht ist, wird ein verdickter Herzmuskel schwach und krank.

Überschreitet der Herzmuskel eine bestimmte Größe, besteht die Gefahr, dass er nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Damit sinkt langfristig die Leistungsfähigkeit des Herzens (Herzmuskelschwäche = Herzinsuffizienz).

Hinzukommt, dass viele Patienten unter verengten Herzarterien (Herzkranzgefäße) leiden. Dadurch steigt die Gefahr eines Herzinfarktes.

E - Nieren

Verengte Gefäße schränken die Nierenfunktion ein, teilweise bis zum gänzlichen Versagen. Die mangelnde Durchblutung regt die Nieren an, ein Hormon zu produzieren, dass den Blutdruck ansteigen lässt - ein Teufelskreis beginnt.