Hat der Konsument nur eine kleine Menge einer Droge für den Eigengebrauch bei sich, kann die Strafe milder ausfallen. Bei größeren Mengen und im Wiederholungsfall drohen mehrjährige Haftstrafen.

Sonderfall Cannabis

Auch Cannabis ist illegal. Das "Cannabisurteil" des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 1994 besagt allerdings, dass ein Gericht bei geringen Mengen Cannabis das Verfahren einstellen kann.

Drogen und Fahrerlaubnis

Wird ein Autofahrer unter Drogeneinfluss von der Polizei angehalten, droht der Führerscheinverlust. Seit einer Gesetzesänderung im Jahr 1999 gilt dies sogar, wenn der Fahrer völlig unauffällig gefahren ist. Es reicht der Nachweis von Drogen in Haar, Blut oder Urin. Wenn jemand einige Tage zuvor Cannabis geraucht hat, kann er deshalb auch dann seinen Führerschein verlieren, wenn die Rauschwirkung lange abgeklungen ist.

Versicherungen übernehmen bei Unfällen, die sich unter Drogen- oder Alkoholeinfluss ereignet haben, keine Kosten.

Weitere rechtliche Folgen

Von bestimmten Berufen sind Drogenkonsumenten ausgeschlossen. Dazu gehören beispielsweise Juristen und Ärzte.