Die Nikotinmenge wird dabei schrittweise reduziert, körperliche Entzugserscheinungen und das Rauchverlangen werden gemildert. Nikotinersatzpräparate sind weniger gesundheitsschädlich als Zigaretten, weil sie weder Teer noch andere krebserregende Substanzen enthalten.

Das Nikotinpflaster setzt Nikotin kontinuierlich über 16 bis 24 Stunden frei und sorgt damit für relativ gleichbleibende Nikotinspiegel.

Raucher mit leichter oder mittelstarker Nikotinabhängigkeit und mäßigem Zigarettenkonsum (circa fünf bis fünfzehn Zigaretten pro Tag) können alternativ auch Nikotinkaugummis, Nikotintabletten, einen Nikotininhalator oder ein Nikotinnasenspray einsetzen. Diese Präparate eignen sich vor allem, um das akute Rauchverlangen zu stillen.

Starke Raucher können ein Nikotinpflaster und ein weiteres Nikotinersatzpräparat (zum Beispiel Kaugummi) miteinander kombinieren.

Nikotinpräparate sind ohne Rezept in Apotheken erhältlich.

Bewertung

Nikotinersatzpräparate mildern bei einem Rauch-Stopp die körperlichen Entzugserscheinungen. Sie führen besonders bei Rauchern zum Erfolg, die körperlich vom Nikotin abhängig sind. Mithilfe von Nikotinersatzpräparaten schaffen 1,5- bis zweimal so viele Raucher den Ausstieg wie ohne diese Substanzen.

Trotz der Hilfestellung durch die Nikotinersatzpräparate muss der Raucher sein Verhalten ändern und Alternativen zum Rauchen entwickeln. Ein Raucherentwöhnungsprogramm, das die Nikotinersatztherapie mit verhaltenstherapeutischen Methoden verbindet, erhöht die Chancen, vom Rauchen langfristig loszukommen, weiter.