Probleme und Folgeschäden beim Kokainkonsum

Die akuten Risiken des Kokainkonsums hängen von der Form, Dosis und Dauer des Konsums ab: Er ist umso gefährlicher, je schneller die Substanz vom Körper aufgenommen wird. Das heißt, wenn Kokain geraucht oder gespritzt wird, kann eine entsprechend hohe Dosis mit unmittelbarer Lebensgefahr einhergehen.

Beim Injizieren können außerdem Verunreinigungen und Streckmittel bedrohliche Nebenwirkungen auslösen. Ein weiteres Risiko besteht in der Ansteckung mit Infektionskrankheiten wie HIV oder Hepatitis bei der gemeinsamen Verwendung von Spritzbesteck.

Das Crackrauchen schädigt zudem die Atmungsorgane ("Crack-Lunge“). Aber auch das Schnupfen birgt zum Teil lebensbedrohliche Risiken, insbesondere infolge von Überdosierungen oder Unverträglichkeit.

Langfristig führt ein regelmäßiger Kokainkonsum zu massiven körperlichen und psychischen Folgen. Es kommt zur Immunabwehrschwäche, starkem Gewichtsverlust sowie Schäden an Blutgefäßen, Leber, Herz und Nieren. Das Schnupfen von Kokain kann aufgrund der Schädigung der Nasenschleimhaut zu chronischem Nasenbluten und einem Verlust von Geruchs- und Geschmackssinn führen. Beim Konsum von Crack können chronische Erkrankungen der Atemwege hinzukommen.

Zu den psychischen Folgen gehören Depressionen, Angst, Misstrauen, Antriebs- und Konzentrationsstörungen sowie Reizbarkeit und Aggressivität. Es kann eine Kokainpsychose auftreten, die mit Wahnvorstellungen und Halluzinationen einhergehen kann. Besonders häufig in Form eines Dermatozoenwahns (wörtlich: "Haut-Tiere-Wahn“): Der Betroffene bildet sich ein, Insekten krabbelten unter seiner Haut.

Zudem neigen Dauerkonsumenten dazu, sich sozial zurückzuziehen. Zusammen mit den möglichen strafrechtlichen und finanziellen Problemen kann dies zu einem völligen Verlust von bedeutsamen sozialen Beziehungen führen. Außerdem hat Kokain von allen bekannten Suchtstoffen die stärkste abhängigkeitserzeugende Wirkung.

Probleme und Folgeschäden beim Amphetamin- und Ecstasykonsum

Ein besonderes Risiko beim Konsum von Amphetaminen und Ecstasy ist die Unkenntnis über genaue Zusammensetzung und mögliche Verunreinigungen des auf dem Schwarzmarkt gekauften Stoffes.

Häufig enthalten die Tabletten auch eine Mischung aus Amphetaminen und Ecstasy. So können Dauer, Art und Intensität der Wirkung unberechenbar werden. Vor allem bei höheren Dosen können bereits unmittelbar nach der Einnahme Aggressionen, Verfolgungswahn und gegebenenfalls Halluzinationen auftreten.

Zu den körperlichen Symptomen einer Vergiftung mit Amphetaminen zählen:

  • Herzrhythmusstörungen
  • Blutdruckschwankungen
  • Schwitzen oder Frösteln
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Muskelschwäche oder Krampfanfälle

Amphetaminkonsumenten sind nach Einnahme der Substanz körperlich oft sehr aktiv. Eigene Grenzen der Leistungsfähigkeit geraten in den Hintergrund. Das normale Durstgefühl fehlt. Beides zusammen kann zu bedrohlichen Flüssigkeitsverlusten mit Überhitzung und Kreislaufkollaps führen.

Nach dem Konsum von Ecstasy kann es zu paranoiden Reaktionen, Augenzittern, Muskelzuckungen, Übelkeit, Krämpfen, Dehydratation (Wassermangel des Körpers) und Herzrhythmusstörungen kommen.

Langfristige Folgen des Konsums von Amphetaminen und Ecstasy sind:

  • Die Tendenz, ein und dieselbe Tätigkeit wie beispielsweise das Öffnen einer Schublade ständig zu wiederholen und sich auf bestimmte Gedanken zu fixieren
  • Nach längerfristigem Ecstasy- oder Amphetaminkonsum können Wortfindungs-und Gedächtnisstörungen auftreten.
  • Bei Überdosierungen und regelmäßigem Missbrauch können außerdem sowohl Psychosen als auch bleibende Schädigungen des Gehirns auftreten. Als besonders gefährlich gilt hier das Methamphetamin. Auch bei Ecstasy geht man inzwischen davon aus, dass ein Dauerkonsum zu chronischen Veränderungen im Gehirn führen kann.
  • Bei regelmäßigem Konsum von Amphetaminen oder Kokain drohen zudem ein fortschreitender körperlicher Verfall und eine zunehmende soziale Isolation.
  • Der Konsum von Ecstasy kann bestehende Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Lebererkrankungen und andere Erkrankungen verstärken.