Ein eher "hartes“ Konsummuster, also beispielsweise täglicher und fest in den Alltag integrierter Konsum, ist als riskanter einzustufen als ein gelegentlicher Konsum geringer Dosen ("weiches“ Konsummuster). Ein höheres Risiko haben auch Menschen mit einer ohnehin bereits gefährdeten seelischen Gesundheit, zum Beispiel aufgrund von Depressionen.

Weitere Alarmzeichen für eine Abhängigkeit sind mangelnde soziale Unterstützung durch Freunde und Familie oder ein Freundeskreis, der ausschließlich aus Drogenkonsumenten besteht. Wer schon früh (mit einem Alter unter 16 Jahren) begonnen hat, regelmäßig Cannabis zu konsumieren, ist in jedem Fall besonders stark gefährdet, eine Abhängigkeit auszubilden.

Zeichen der Abhängigkeit

Sichere Anzeichen für eine Cannabisabhängigkeit gibt es nicht. Warnsignale sind beispielsweise erfolglose Versuche, den Konsum einzuschränken oder zu beenden. Außerdem können Zustände von innerer Unruhe, Nervosität, Ängstlichkeit, Aggressivität oder Depressionen in Zeiten ohne Cannabis-Konsum Zeichen einer Abhängigkeit sein.

Auch körperliche Entzugssymptome wie Schlafstörungen, Appetitmangel, Kopfschmerzen, Schwitzen, erhöhte Temperatur, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall sind möglich. Die Symptome beginnen meist 24 bis 48 Stunden nach dem letzten Cannabis-Konsum und dauern in der Regel bis zu einer Woche (höchstens zwei Wochen) an. Anders als bei anderen Drogen können die Symptome einer Abhängigkeit aber verdeckter und weniger offensichtlich auftreten.

Bin ich gefährdet?

Auf der von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) eingerichteten Internetseite www.drugcom.de können Sie einen Risikotest finden.