Beispiel Heroin

Heroin gilt als eines der gefährlichsten Suchtmittel. Die Gefahr einer Abhängigkeitsentwicklung ist bekanntermaßen hoch. Bereits nach kurzem Gebrauch stellt sich der Körper des Konsumenten auf die regelmäßige Heroinzufuhr ein. Er gewöhnt sich sozusagen daran. Diesen Prozess nennt man auch Toleranzbildung. Die Folge: Der Abhängige braucht immer mehr Heroin in immer kürzeren Zeiträumen, um Entzugssymptome zu verhindern. Schließlich geht es dem Betroffenen nicht mehr um den Euphorieeffekt der Substanz, sondern nur noch darum, entzugsbedingte Beschwerden zu vermeiden, also "normal“ zu leben.

Entzugserscheinungen

Sind keine Opiate verfügbar, tritt je nach Substanz innerhalb von wenigen Stunden, bis hin zu anderthalb Tagen ein Entzugssyndrom auf, dessen Symptome einer Grippe ähneln: Niesen, Frösteln, Knochen- und Muskelschmerzen sowie Schlafstörungen sind typische Beschwerden, weitere sind möglich und nicht selten. Zum Beispiel können auch Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder schwere Kreislaufprobleme auftreten. Obwohl diese Beschwerden die Patienten meist sehr beeinträchtigen, sind sie in der Regel jedoch nicht lebensbedrohend.