Erste Ansprechpartner können ambulante Suchthilfeeinrichtungen sein. Bereits etwa jeder achte Beratungsfall in ambulanten Suchthilfeeinrichtungen betrifft Cannabis.

Meist kommen psycho- und verhaltenstherapeutische Maßnahmen zum Einsatz, um die Betroffenen zum Verzicht auf den Cannabis-Konsum zu bewegen. Eine Entgiftung ist meistens nicht erforderlich, sie kann aber bei schwerer Abhängigkeit hilfreich sein.

Inzwischen gibt es zudem auch speziell auf Jugendliche und deren Angehörige zugeschnittene Beratungs- und Behandlungsangebote im Internet. Beispiele sind das von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung geförderte Projekt "Quit the shit“ auf der Seite drugcom.de und die unter anderem vom Bundesministerium für Gesundheit geförderte Seite "Realize-it“:

Die Behandlung einer Sucht erfordert ein Mindestmaß an Eigenmotivation. Diese Voraussetzung bringt leider nicht jeder Cannabiskonsument mit. Jemand, der glaubt, Cannabis könne nicht süchtig machen, denkt natürlich auch nicht daran, sich in eine Therapie zu begeben. Zudem verleugnen und verharmlosen viele Betroffene suchtbezogene Probleme.

Als Angehöriger sind Sie aber in dieser Situation handlungsfähig und können Betroffenen helfen. Örtliche Drogenberatungseinrichtungen beraten Sie gerne. Darüber hinaus steht Ihnen und Ihrer Familie im Internet mittlerweile ein breites Informationsangebot zur Verfügung.