Um von einer Sucht beziehungsweise einer Abhängigkeit bei einer Person sprechen zu können, müssen mehrere Kriterien erfüllt sein. Dazu zählen unter anderem das übermächtige Verlangen, eine Droge oder ein Rauschmittel zu konsumieren, Entzugssymptome oder die Einnahme immer größerer Mengen der Droge.

Gewöhnung an die Substanz

Ein wichtiger Schritt zur Sucht ist die Gewöhnung des Körpers an die Droge, Fachleute sprechen hier von Toleranz. Nimmt der Konsument das Suchtmittel regelmäßig ein, gewöhnt sich der Körper daran. Er reguliert entsprechende Stoffwechselvorgänge. Das bedeutet, dass der Konsument immer größere Mengen der Substanz einnehmen muss, um die gleiche Wirkung zu erzielen.

Inwieweit eine Droge eine Toleranzentwicklung herbeiführen kann, hängt von individuellen Faktoren und von der Droge selbst ab.

Psychische Abhängigkeit

Ein weiteres Merkmal der Sucht ist die psychische Abhängigkeit. Beispielsweise in Form eines übermäßigen Verlangens nach einer bestimmten Substanz. Fachleute sprechen hier von "Craving“. Eine "seelische“ Abhängigkeit liegt zudem vor, wenn ein Konsument die Droge weiter verwendet, obwohl ihm bei fortgesetztem Gebrauch gesundheitliche oder sonstige Schäden drohen und er dies klar erkennen kann. Das bedeutet aber auch: Der Konsument kann den Gebrauch des Suchtmittels nicht mehr kontrollieren. Verhaltensauffälligkeiten, wie Interessenverlust oder Verheimlichen, treten ein.

Physische Abhängigkeit

Ein anderer wesentlicher Aspekt der Sucht sind körperliche Beschwerden. Dazu gehören vor allem die Entzugssymptome, die auftreten, wenn die Substanzwirkung nachlässt. Oft sind diese dem eigentlichen Drogeneffekt entgegengesetzt. Gestörter Schlaf, Herzrasen, Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren, Zittern oder auch Störungen des Gleichgewichtssinns können vorkommen.