Neben der geänderten Stimmung gehören zu den üblichen Nebenwirkungen von Cannabinoiden auch Müdigkeit/Sedierung, Schwindelgefühle, eine verwaschene Sprache, Mundtrockenheit, ein reduzierter Tränenfluss, Entspannung des Muskelapparats sowie ein gesteigerter Appetit.

Darüber hinaus ist typisch, dass nach Cannabiskonsum Denkstörungen auftreten, die sich vor allem in ideenflüchtigem Denken äußern. Konzentrationsfähigkeit und Aufmerksamkeit können nachlassen, ebenso die Leistung des Kurzzeitgedächtnisses.

Seltener kommt es auch zu niedergedrückter Stimmung, Unruhe, Angst, Panik - oder anderen unerwünschten Wirkungen.

Die Wirkung variiert

Wie stark und schnell Cannabis wirkt, hängt sowohl von der Darreichungsform als auch von der Dosierung ab. Beim Verdampfen von Cannabisblüten setzt die Wirkung rasch ein, flaut dann aber auch zügig wieder ab. Anders verhält es sich bei Fertigarzneien, die Cannabinoide enthalten. Sie wirken länger.

Bei der Einnahme von Cannabisblüten kommt noch ein weiterer Aspekt hinzu: Der Anteil sowie das Verhältnis der Cannabinoide zueinander beeinflussen die Wirkung. Und diese variieren je nach Sorte und Anbaugebiet sehr stark. 

Entsprechend ausgeprägt können sowohl positive als auch unerwünschte Wirkungen ausfallen. Bei Fertigarzneimitteln steht der Anteil der Wirkstoffe dagegen fest.