Bei Implantaten, die in der Allgemeinchirurgie verwendet werden, zum Beispiel künstliche Hüftgelenke, handelt es sich immer um sogenannte geschlossene Implantate. Das bedeutet, dass sie vollständig von Körpergewebe umgeben sind. Eine Infektionsgefahr von außen ist bei dieser Art der Implantation sehr selten.

In der Zahnmedizin sind nur die Knochenimplantate zum Aufbau von fehlendem Kieferknochen, die Transfixation (eine Implantation durch eine bestehende Zahnwurzel hindurch) und einige andere seltene Formen, wie Magnet-Implantate, geschlossen.

Der überwiegende Anteil wird als halboffen bezeichnet, da ein Teil (der Implantatpfosten, der zur Aufnahme des Zahnersatzes benötigt wird) in die von zahlreichen Bakterien besiedelte Mundhöhle ragt. Das Zahnfleisch kann sich dem sichtbaren Implantatteil nur anlagern, im Gegensatz zum natürlichen Zahn, der durch den Zahnhalteapparat fest mit dem Kiefer verbunden ist. Die Bakterien der Mundhöhle können daher das Implantat infizieren.