Der Hals kratzt, die Nase läuft und der Hustenreiz will nicht aufhören… Eine Erkältung tritt besonders häufig in der kalten Jahreszeit auf. Sie beginnt meist schleichend und erreicht ihren Höhepunkt nach etwa drei bis vier Tagen, um dann ab dem sechsten bis siebten Tag langsam wieder abzuklingen. 

Erkältungskrankheiten sind der häufigste Grund für Besuche beim Arzt, Fehlen in der Schule und Ausfallzeiten bei der Arbeit. Ausgelöst werden die zum Teil heftigen Beschwerden durch sogenannte Rhinoviren - sie führen zu einer Infektion der oberen Atemwege. Die Übertragung erfolgt durch kleinste Tröpfchen in der Atemluft - zum Beispiel, wenn Erkältete husten -, aber auch durch das Berühren gemeinsam benutzter Gegenstände wie etwa Türklinken oder Handläufe. 

Kinder trifft es besonders häufig - das sind die Symptome 

Da das kindliche Immunsystem die zahlreichen verschiedenen Erkältungsviren noch nicht kennt, wird das Kind bei jedem Kontakt mit einem "neuen Erreger" krank. Im Laufe der Erkrankung bildet der Körper dann Abwehrstoffe gegen das jeweilige Virus, die ihn im weiteren Leben vor Infektionen schützen.  

Typischerweise treten zu Beginn der Erkältung bei Kindern unspezifische Allgemeinbeschwerden auf, die besonders bei Kleinkindern nicht leicht zuzuordnen sind. Sie sind dann oft müde und quengelig und haben häufig erhöhte Temperatur oder sogar Fieber. Ältere Kinder beschreiben eindeutigere Symptome wie Hals-, Kopf- oder Muskelschmerzen. Darüber hinaus können neben weiteren typischen Erkältungssymptomen wie Husten, Schnupfen und Heiserkeit bei Kindern auch Übelkeit, Appetitlosigkeit und Trinkschwäche sowie Blässe, Abgeschlagenheit und Luftnot auftreten. Ein geröteter Hals, eventuell mit entzündlich vergrößerten Gaumenmandeln, verursacht oft unangenehme Halsschmerzen und Schluckbeschwerden.

Was gegen die Beschwerden hilft

Gegen Erkältungsviren gibt es keine ursächliche Behandlung. Sind Sie oder Ihre Kinder erkältet, gilt daher vor allem: ausruhen und versuchen, die Beschwerden zu lindern. Wichtig ist es, regelmäßig die Körpertemperatur zu kontrollieren, ausreichend viel zu trinken und zu Hause zu bleiben. Wer zu früh wieder aktiv wird, kann einen Rückfall erleiden.

Mit Schmerzmitteln wie Acetylsalicylsäure (ASS), Ibuprofen und Paracetamol lassen sich bei Erwachsenen erkältungsbedingte Beschwerden wie zum Beispiel Kopf-, Glieder- und Ohrenschmerzen lindern und Fieber senken. Für Kinder mit fieberhaften viralen Infekten empfehlen Kinderärzte Paracetamol, dies ist besser verträglich als Ibuprofen. ASS dürfen Kinder und Jugendliche hier nicht einnehmen, denn dies kann unter Umständen lebensbedrohliche Folgen haben. Auch pflanzliche Mittel wie ätherische Öle können vor allem für kleine Kinder gesundheitsschädlich sein, deshalb ist hiervon dringend abzuraten. Besser: warme Getränke und Hühnersuppe.

Wann Sie zum Arzt gehen sollten

In den meisten Fällen verläuft eine Erkältung komplikationslos. Schwerere Folgeerkrankungen wie zum Beispiel Lungenentzündungen, eitrige Mandel-, Mittelohr- oder Nasennebenhöhlen- beziehungsweise Stirnhöhlenentzündungen sind selten.

Verschlechtert sich das Allgemeinbefinden während der Erkältung stark - egal ob beim Kind oder beim Erwachsenen -, sollte unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden. Auch plötzliche Veränderungen wie zum Beispiel Nackensteife, Sehverschlechterung oder Lähmungen müssen unbedingt ernst genommen werden. Sie können auf eine Hirn- oder Hirnhautentzündung - medizinisch Enzephalitis beziehungsweise Meningitis - hinweisen. Hier ist in jedem Fall sofort ärztliche Hilfe nötig.

Wie Sie einer Erkältung vorbeugen können

Regelmäßige Bewegung im Freien und eine gesunde, vitaminreiche Ernährung stärken das Immunsystem bei Kindern und Erwachsenen. Auch einfache Dinge wie zum Beispiel häufigeres Händewaschen mit Wasser und Seife oder Reinigen von Oberflächen und gemeinsam benutzen Gegenständen können das Ansteckungsrisiko senken.

Tipp

Hygiene ist wichtig