Dadurch soll Brustkrebs möglichst frühzeitig bei Frauen entdeckt werden, bei denen noch keine Anzeichen für diese Erkrankung vorliegen. Anspruch auf diese Untersuchung besteht grundsätzlich alle 24 Monate.

Was ist das Mammografie-Screening?

Der Begriff "Mammografie-Screening" bezeichnet ein Programm zur Früherkennung von Brustkrebs. Wird die Frau 50 Jahre alt, lädt eine zentrale Stelle sie zeitnah in eine sogenannte Screeningeinheit zur Röntgenuntersuchung der Brust ein. Weitere Einladungen erfolgen zwischen 22 und 26 Monate nach der letzten Teilnahme oder nach der letzten Einladung, soweit die Frau nicht am Mammografie-Screening teilgenommen hat.

Sollte sich aus den Röntgenaufnahmen der Verdacht auf eine Krebserkrankung ergeben, erfolgen weitere Untersuchungen, um diesen Befund abzuklären. Das Ziel des Mammografie-Screenings ist es, bei einer Brustkrebserkrankung eine schonendere Therapie zu ermöglichen beziehungsweise die Brustkrebssterberate zu senken.

Inhalte des Mammografie-Screenings

  • Die Frauen erhalten ein Merkblatt, das über die Ziele, Inhalte, Hintergründe und die Vorgehensweise des Früherkennungsprogramms informiert.
  • In sogenannten regionalen Screeningeinheiten werden die persönliche Krankengeschichte erhoben und Mammografieaufnahmen erstellt. Die Untersuchung der Brust durch Mammografie erfolgt durch speziell geschultes Fachpersonal.
  • Die Mammografieaufnahmen werden von zwei besonders weitergebildeten Fachärzten für Radiologie oder Gynäkologie unabhängig voneinander befundet. Bei nicht eindeutigem Ergebnis erfolgt eine weitere Beurteilung durch den gesamtverantwortlichen Arzt - die sogenannte Drittbefundung. Jeder Arzt muss pro Jahr routinemäßig mindestens 5.000 Mammografieaufnahmen beurteilen, um die Qualität der Befundung aufrechtzuerhalten.
  • Der gesamtverantwortliche Arzt entscheidet über das weitere Vorgehen - zum Beispiel engmaschige Kontrollen oder weitere Diagnostik zur Abklärung. Grundsätzlich wird der Frau das Ergebnis dieser Untersuchung innerhalb von sieben Werktagen mitgeteilt.
  • Der gesamtverantwortliche Arzt lädt die Frau zur Abklärungsdiagnostik in die Screeningeinheit ein, wenn ein Verdacht auf eine Krebserkrankung besteht.
  • Die an der Untersuchung beteiligten Ärzte beraten gemeinsam über die Mammografieaufnahmen und Befunde sowie das weitere Vorgehen.
  • Das abschließende Ergebnis wird der Frau möglichst innerhalb von einer Woche mitgeteilt, das weitere Vorgehen mit ihr persönlich besprochen und die Therapie eingeleitet.
  • Die beteiligten Ärzte tauschen sich auch nach einer eventuellen Operation über das Ergebnis aus.
  • In allen Screeningeinheiten werden kontinuierliche Qualitätskontrollen durchgeführt.