Den Stuhltest können Sie in der Regel bei Ihrem Hausarzt abgeben und auch mit ihm das Ergebnis besprechen. Bei einer Darmspiegelung kennen Sie den Facharzt meistens nicht. Ein oft ganz unbekannter Mensch untersucht Ihren Darm und Ihren After. Deshalb ist es besonders wichtig, dass Sie einen guten, vertrauenswürdigen Arzt aussuchen. Aber wie?

Zunächst: Alle Ärzte, die eine Darmspiegelung machen dürfen, sind von offizieller Seite dafür qualifiziert. Das heißt, sie haben den erforderlichen Facharzttitel, machen jährlich eine bestimmte Anzahl von Darmspiegelungen, haben eine vorgeschriebene Notfallausrüstung in der Praxis und lassen ihre Geräte regelmäßig auf Keimfreiheit prüfen.

Vielen Menschen ist es unangenehm, den Arzt vor einer Darmspiegelung nach seinen Qualifikationen zu fragen. Falls Sie sich nicht trauen - manchmal hilft auch ein Blick ins Internet. Viele Praxen verfügen über eine Homepage, die über das Praxisteam und die angebotenen Untersuchungen Auskunft gibt. Aber erfahrungsgemäß sind viele Ärzte durchaus erfreut, wenn man sie nach ihren Qualifikationen fragt.

Auch die Ärztekammer und Kassenärztlichen Vereinigungen geben Auskunft. Sie dürfen aber keinen Arzt empfehlen oder von einem anderen abraten.

Über die fachlichen Kenntnisse des Arztes hinaus ist es für Sie besonders wichtig, selber zu wissen, was Sie von dem untersuchenden Arzt erwarten: Soll es lieber ein Mann sein oder eine Frau? Wie alt soll er oder sie sein? Schauen Sie sich auch die Untersuchungsräume genau an. Kalte, zugige oder einfach ungemütliche Räume verunsichern viele Menschen.

Sicher erhalten Sie auch Empfehlungen von Freunden oder von Ihrem Hausarzt. Sprechen Sie mit dem Arzt Ihrer Wahl. Gibt er Auskunft? Hat er Zeit? Erscheint er Ihnen vertrauenswürdig?

Für manche Menschen ist es angenehm, zur Darmspiegelung ein eigenes Handtuch oder Badetuch zum Bedecken mitzubringen. Sprechen Sie Ihren Arzt darauf an.